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	<title>Busli - von Berlin in die Welt mit einem VW T3 Bulli</title>
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	<description>Von Berlin in die Welt mit einem VW T3 Bulli.</description>
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		<title>Ich glaub es geht schon wieder looos!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 13:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marokko 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab Mitte Februar geht es für Busli und uns wieder auf Tour! Neueste Meldungen, Bilder und Berichte wie immer &#8211; hier!
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			<content:encoded><![CDATA[Ab Mitte Februar geht es für Busli und uns wieder auf Tour! Neueste Meldungen, Bilder und Berichte wie immer - hier!<img src="http://www.busli.de/?ak_action=api_record_view&id=503&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Marokko 2012</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 01:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind seit 15. Februar wieder unterwegs! Neueste Meldungen, Bilder und Berichte wie immer – bald hier!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wir sind seit 15. Februar wieder unterwegs! Neueste Meldungen, Bilder und Berichte wie immer – bald hier!<img src="http://www.busli.de/?ak_action=api_record_view&id=513&type=feed" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Alles hat ein Ende</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 15:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Neueste]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Durban, Südafrika - Kilometer: 32460 - Wetter: 30°C, sonnig

Der Bus ist verladen und startet auf seine 20-Tage-Reise nach Hamburg. Und da wir nun ohne unser Busli sind, ist es Zeit, einen letzten Bericht zu schreiben... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Durban, Südafrika &#8211; Kilometer: 32460 &#8211; Wetter: 30°C, sonnig</strong></p>
<p>Der Bus ist verladen und startet auf seine 20-Tage-Reise nach Hamburg. Und da wir nun ohne unser Busli sind, ist es Zeit, einen letzten Bericht zu schreiben&#8230; </em></p>
<p><strong>Kapstadt und die Kap-Halbinsel</strong></p>
<p>Am 15. Februar 2010 erreichen wir mittags Kapstadt. Leider hüllt sich der Tafelberg in Wolken und es nieselt, so dass die Einfahrt in unser großes Ziel nicht ganz so spektakulär ausfällt, wie erhofft. Auch die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich schwierig und letztendlich müssen wir aus dem Busli aus- und in ein Backpackers einziehen. Immerhin hat man hier den Vorteil einer voll ausgestatteten Küche, Internet vor Ort und viele nette andere Reisende um sich herum. Wir treffen zum Beispiel ein Pärchen wieder, die wir schon in Lilongwe, Malawi, kennengelernt hatten. Ob all das für einen 7er-Dorm mit permanent durch-schnarchenden Mitbewohnern entschädigt, sei mal dahingestellt. Außerdem ist es eher unpraktisch, alles, was wir brauchen, aus dem Bus auszuräumen um es dann 3 Tage später alles wieder zurück zu tragen. Aber wir sind ja da nicht so.</p>
<p>Also erkunden wir zwei Tage lang Kapstadt, was uns ganz gut gefällt. Es gibt viele verschiedene Ecken hier und irgendwo erinnert man sich immer an eine andere schöne Stadt, in der wir schon waren. Die Stadt hat etwas von allen: New York, Sydney, Berlin und London sind unserer Ansicht nach vertreten. Na und die Kulisse &#8211; vorne Strände, hinten die Berge &#8211; ist standort-technisch unschlagbar.</p>
<p>Am dritten Tag fahren wir rauf auf den Tafelberg. Diesmal ganz konservativ ohne Bus und mit der Seilbahn. Die Kenner sagen, man muss die Gelegenheit nutzen, wenn er mal wolkenfrei ist und das stimmt. Das Wetter hier ist sehr wechselhaft und schlägt binnen Minuten manchmal um. Eben ist es noch verregnet, dann wieder sonnig und heiß. Also bezahlen wir umgerechnet 16 Euro pro Person, was wie wir finden sehr viel ist, sich aber trotzdem lohnt, denn man hat einen Wahnsinns-360°-Blick über Kapstadt und die Kap-Halbinsel.</p>
<p>Zwei weitere Tage verbringen wir auf der Kap-Halbinsel mit dem obigatorischen Besuch des Cape Point (südwestlichster Punkt Afrikas) und dem Kap der guten Hoffnung. Schon ein erhabenes Gefühl, hier zu stehen. Vor allem, mit dem eigenen Auto von zuhause hierher gefahren zu sein. Wie immer geben wir auch hier fleißig Interviews.</p>
<p><strong>Garden Route und Route 62</strong></p>
<p>Die berühmte Garden Route. Man könnte denken, hier erwartet einen der botanische Garten Südafrikas mit tausenden Blumen und Blüten und allem Drum uns Dran. Das ist nicht ganz so. Die Garden Route hat ihren Namen daher, dass die ersten Siedler aus Übersee hier &#8211; zwischen Küste und den Bergen &#8211; klimatisch vorteilhaftes, fruchtbares Land fanden, auf dem sie anbauen konnten. Auch heute noch ist die Strecke stark bewirtschaftet, vor allem mit dem berühmten südafrikanischen Wein. Auf den zahlreichen Weingütern in der Gegend stehen oft noch gut erhaltene und restaurierte Häuser im kap-holländischen Stil aus der Kolonialzeit &#8211; schöne weiße Häuser mit markantem Giebel.</p>
<p>Auch die berühmte Route 62 ist landschaftlich wunderschön und lässt Wandererherzen höher schlagen. Wir sind ja ursprünglich nicht so die Wanderer, aber hier machen wir immer mal 1-2 Stunden &#8220;Spaziergänge&#8221;. Auf dem Weg liegt z.B. Montagu, ein kleines Nest in schöner Lage. Hier gibt es den &#8220;Weg der Verliebten&#8221;, der zu einer heißen Quelle führen soll. Na, das ist doch genau das richtige für uns! Der Weg selbst ist auch wirklich schön, er führt in einem Flussbett entlang durch eine Schlucht. Angekommen bei der heißen Quelle steht dort jedoch ein Hotel und man muss erst Eintritt zahlen, um da überhaupt hinein zu dürfen. Das ist aber nicht nett &#8211; und wird am Beginn des Weges auch so nicht mitgeteilt. Aus gutem Grund vermutlich.</p>
<p>Weiter geht es für uns nach Oudtshoorn und die nahe liegenden Kango-Tropfsteinhöhlen. Tropfsteinhöhlen-Systeme muss man wohl sagen, denn die erste (einzig begehbare) Höhle ist über 700m lang, die zweite noch länger und die dritte länger als beide Ersteren zusammen. In den Höhlen befinden sich je mehrere Kammern mit einzigartigen Formationen, die schön ausgeleuchtet sind. Diese sind über Jahrtausende gewachsen, teilweise sogar schon zu Säulen zusammengewachsen. Unser Guide zeigt uns die &#8220;Babies&#8221;, nur knapp 1cm lange Stalaktiten (das sind die hängenden), die schon 500 Jahre brauchten, um so &#8220;groß&#8221; zu werden. Man kann sich also  vorstellen, wie lange eine 5m hohe Säule (aus Stalaktit und Stalakmit zusammengewachsen) in etwa gebraucht hat, zu wachsen. Beeindruckend!</p>
<p><strong>Sonnenschein-Küste</strong></p>
<p>Nach einem Abstecher ins Inland wollen wir nun aber wieder an Meer! Als nächstes geht es zum Kap Aghulas &#8211; dem Kap der Nadeln. Es gibt 2 Theorien, warum es so heißt: 1. Sagt man, an der Stelle wären die Kompassnadeln der Seemänner alle strikt nach Norden abgelenkt worden oder 2. würden die spitzen Felsen vor der Küste wie Nadeln aussehen. Wie dem auch wirklich sei, das Kap ist nun definitiv der südlichste Punkt Afrikas, hier treffen sich Atlantik und Pazifik. Und wir sind da!<br />
Hoffen wir, dass das Wasser bald wärmer wird, denn der Atlantik ist wahnsinnig kalt.</p>
<p>Mossel Bay, Buffalo Bay, Plettenberg Bay, Jeffrey&#8217;s Bay &#8211;  um nur einige unserer Stationen zu nennen auf dem Weg weiter ostwärts. Alle haben sie gemeinsam: tolle Strände! Wir haben uns inzwischen ganz gut in den Backpackers eingelebt. Im Gegensatz zu Kapstadt können wir fast überall &#8220;campen&#8221;, was oft nicht mehr als ein Parkplatz ist, aber immerhin stehen wir da sicher (es gibt nachts eigentlich immer Wachmänner) und können die Vorzüge des Hostels für die Hälfte der Kosten nutzen.</p>
<p>In Buffalo Bay in einem herrlichen Backpackers direkt in den Dünen treffen wir ein Paar aus Bremen, Nina &#038; Helge, die uns &#8211; das wissen wir da noch nicht &#8211; ein ganzes Stück auf unserer Weiterreise begleiten werden.<br />
In Jeffrey&#8217;s Bay bleiben wir eine ganze Weile, machen unter anderem auch mal eine Township-Tour mit. Sehr zuverlässig kommt man, sobald man etwa 10km aus eine größeren Stadt rausgefahren ist, an den dazugehörigen Townships vorbei. Das sind die Siedlungen der farbigen Bevölkerung und die Zustände, die dort herrschen, sind schon sehr erschreckend. Hier leben tausende Menschen auf engstem Raum, teilsweise ohne fließend Wasser und Strom in Hütten, aus Holz und Wellblech zusammengezimmert. Wenn man das sieht, fragt man sich, wie es möglich ist, dass man sich in der Stadt wie in Europa fühlen kann und hier Menschen so leben, noch dazu im Jahr 2010. Man muss sich wohl eingehender mit der Geschichte Südafrikas vor 1990 befassen, um sich die Sache näherzubringen, wenn man es auch nicht wirklich bis ins Letzte fassen kann, glauben wir zumindest. Aber das ist nicht Aufgabe dieses Berichts.<br />
Die Township-Tour war&#8230;ok. Das heißt, dass es seltsam war, wie ein Eindringling durch die Gassen zu gehen und sich das Leben der Menschen anzuschauen. Wie würden wir uns fühlen, wenn eine Touristengruppe durch unseren Vorgarten läuft? Andererseits sind wir von den Menschen dort sehr freundlich empfangen worden, vor allem von den Kindern, und das Geld, was wir dort gelassen haben &#8211; es wurde fritierter Fisch verkauft, selbstgebrautes Bier, wir waren in einer &#8220;Shebeen&#8221;, einer lokalen Kneipe (oft mit direkt angeschlossenem Bordell) &#8211; ging zumindest direkt in die Hände der Menschen dort. Wie wir schonmal in Kenia berichtet haben, ist das ein ganz anderes Gefühl, als einfach &#8220;irgendwohin&#8221; etwas aus Deutschland zu spenden. Wir hatten auch die Möglichkeit mit den Menschen dort zu spechen (und Billard zu spielen in der Shebeen), es war also keine reine Show, wie so manche Tour in Kapstadt, wo man nur mit dem Auto durchfährt, weil es ansonsten zu gefährlich für Touristen wird. Auf jeden Fall hat die Tour bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Auch Nina und Helge sind in &#8220;J&#8217;Bay&#8221; eingetroffen und nachdem wir sie schon einmal ein Stück mitgenommen haben, geht das auch immer mal wieder so weiter unterwegs. Die beiden sind sonst mit dem Baz Bus unterwegs, das ist ein Shuttle, das die ganze Küste und dann weiter bis Johannesburg hochfährt. Man bezahlt einmal und kann dann immer ein- und wieder aussteigen, wo man will. Praktisch für Rucksack-Reisende ohne Auto.</p>
<p><strong>Wild Coast</strong></p>
<p>So landen wir dann auch alle gemainsam in Chintsa und Coffee Bay. Diese Orte gehören schon zur Wild Coast, dem ursprünglichen Teil von Südafika. Das Gebiet &#8211; die ehemalige Transkei &#8211; war eine Zeitlang ein eigenes Land, wurde aber 1994 auf eigenen Wusch in die Provinz Eastern Cape (wieder-)eingegliedert. Hier erkennen wir viel ursprüngliches Afrika wieder. Es gibt wieder weniger &#8220;koloniale&#8221; kompakte Siedlungen, sondern eher die weit über die Hügel verstreuten Hütten wie etwa in Äthiopien. Es fahren nur wenige Autos und die Menschen laufen, meist barfuß. Man trifft hier kaum noch Weiße. Wir fühlen uns wieder mehr in Afrika.<br />
Südafrika ist allgemein doch sehr westlich. Man muss auf nichts mehr verzichten (mal angesehen von wirklich schnellem, günstigen Internet), kann sogar das Leitungswasser wieder trinken. Es gibt nichtmal mehr Malaria. Wir haben bemerkt, dass viele Touristen hier nur wenig von unserer Reise beeindruckt sind. Es ist mehr so eine &#8220;Aha, na ist ja schön&#8221;-Reaktion. Nicht, dass wir mehr Aufmerksamkeit bräuchten, das ist es nicht. Es dämmert uns aber langsam, dass die Touris hier &#8211; man unterhält sich ja mit denen auch mal &#8211; Südafrika für DAS Afrika halten, was es unserer Ansicht nicht ist. Klar gehört es zum Kontinent, und klar kann man Afrika nicht pauschalisieren, aber das ursprüngliche, schwarze Afrika, das ist einfach etwas ganz anderes. Aber genau das wissen viele nicht, glauben wir inzwischen. Deshalb denken sie wohl auch, eine Reise quer durch Afrika kann ja nichts anderes sein, als von Kapstadt nach Durban zu fahren in ihrem gemieteten Golf Citi mit Klima und übernachten in schicken Pensionen. Zwei deutsche Reisende klagten mal über fehlendes warmes Wasser in einer der Duschen und sagten sie hätten noch keine sauberen Toiletten in ganz Südafrika gesehen. Wir finden, das hier ist absolut 5 Sterne und würden die beiden seeeehr gerne mal in Addis in unserem speckigen &#8220;Hotel&#8221; mit den Ekel-Toiletten und unter einer Eimer-Dusche erleben! Aber so unterschiedlich sind eben je nach Voraussetzung die Ansprüche.</p>
<p>In Coffee Bay machen wir eine &#8220;echte&#8221; Wanderung mit &#8211; 3-4 Stunden an der Küste entlang zum &#8220;Loch in der Wand&#8221;, einer Felswand im Meer, in die das Wasser in langer Arbeit ein Loch gebohrt hat. Die Strecke hat es in sich &#8211; landschaftlich und auch aus Amateur-Wanderer-Sicht. Es geht permanent bergauf und bergab &#8211; nichts für ungeübte Raucherlungen, sagen wir mal. Zum Glück rauchen wir nicht, aber wir haben ja noch unsere Freunde Nina und Helge dabei &#8211; als Anschauungsbeispiele. Wir glauben, zwischendurch haben wir Nina mal etwas von aufhören murmeln hören. Aber auch uns Die-letzten-6-Monate-Sport-Muffel nimmt die Strecke ganz schön mit. Aber die Ausblicke sind Wahnsinn und wir haben dabei noch Glück, es ist heute nicht so heiß und eher bewölkt. Am Ziel werden wir mit gegrillten Sandwiches belohnt und einige Mutige stürzen sich noch im &#8220;Loch&#8221; in die Fluten.</p>
<p><strong>St. Lucia</strong></p>
<p>Nach kurzem Vor-Stop in Durban und einem Termin bei der Verschiffungsgesellschaft, bei dem wir die Formalitäten erledigen und einen Lade-Termin machen, zieht es uns weiter nach St. Lucia. Hier gibt es den berühmten Feuchtgebiet-Nationalpark, der 5 verschiedene Ökosysteme einschließt, darunter das Meer, die Dünen, Moor, Seen&#8230; Wir sind im Grunde hier, um Nashörner zu sehen, denn die fehlen und noch auf unserer Liste der Big Five Afrikas.<br />
Aber erstmal ist die Freunde groß als eine halbe Stunde nach unserer Ankunft der Baz Bus anrollt und &#8211; man ahnt es schon &#8211; unsere Bremer Freunde auch wieder da sind. Wieder verbringen wir ein paar tolle Tage mit den beiden Spaßvögeln.</p>
<p>Unser Weg führt uns zum Einen in den Nationalpark. Der Aufenthalt ist nicht zu vergleichen mit unseren Erfahrungen aus Kenia oder Tansania, aber einige Tierchen lassen sich schon blicken. Und zum Abschluss zeigt sich tatsächlich noch ein Nashorn. Es ist ziemlich weit weg, aber dass das Beste noch kommen soll, wissen wir da noch nicht.</p>
<p>Auch auf dem Programm steht ein Harpunen-Ausflug für die Jungs mit integriertem Schnorchel-Tag für die Mädels. Leider ist das Wasser sehr trüb, weil die Wellen den Sand hochtreiben und so sehen wir Schnorchlerinnen nicht wirklich Fische, aber mit stiegender Flut komen sie dann wohl doch und Robert erlegt sogar einen. Leider ist es ein Riff-Fisch, der nicht gegessen werden darf und wieder rein muss. Aber ein Abenteuer war es allemal.<br />
Auf dem Weg zum Meer begegnet uns am dem Tag noch ein Nashorn, es steht direkt neben der Straße. Sind die vielleicht riesig!! Leider haben wir keine Kamera dabei an dem Tag. Auf dem Rückweg stehen dann &#8211; ganz nach Murphy&#8217;s Law &#8211; provokativ nochmal 4 Nashörner auf der Wiese. Wir sind aber auch Glückspilze!</p>
<p>Leider rückt unsere Abreise näher und wir müssen zurück nach Durban, um den Bus zu verladen. Diesmal heißt es auch entgültig Abschied nehmen von Nina und Helge, denn sie reisen weiter Richtung Krüger Park mit Ziel Johannesburg.</p>
<p><strong>Durban</strong></p>
<p>Wir mieten uns in ein Backpackers direkt am Strand ein, denn auf unsere letzten Tage wollen wir es nochmal schön haben. Durch einen Fehler bei der Rezeption &#8211; die Dorms sind überbucht &#8211; haben wir nun, seit der Bus weg ist, die Honeymoon-Hütte zum Dorm-Preis bekommen und nun eine eigene kleine Terasse mit Meerblick und ein großes Doppelbett für uns alleine. Das ist schon ein bisschen schicker als ein Doppelstockbett im 7er Zimmer!</p>
<p>Die Verladung des Busses verlief ohne Probleme, wenn auch nicht ohne die berühmte &#8220;African Time&#8221;, das heißt für Europäer meist: Warten. Hier ein kurzer Abriss des Ablaufs.</p>
<p>8:00h Ankunft und Abgabe der Papiere.<br />
10:00h Die Papiere werden abgeholt.<br />
12:00h Der Container kommt an.<br />
12:30h Der Bus ist im Container, vertaut, verschlossen und versiegelt.<br />
14:00h Die Papiere kommen gestempelt zurück und wir sind frei.</p>
<p>Für Afrika schon ein recht flotter Ablauf, muss man sagen. Denn wenn Südafrika auch nicht mehr so ganz Afrika an sich repräsentiert, die berühmte &#8220;African Time&#8221; gibt es auch hier noch und alle Uhren gehen etwas langsamer. In einem Laden gab es an der Kasse mal ein Schild: </p>
<p>&#8220;Don&#8217;t rush me, I&#8217;m a local!&#8221; (Hetz&#8217; mich nicht, ich bin ein Einheimischer!)</p>
<p><strong>Auf Wiedersehen Afrika, wir kommen auf jeden Fall wieder!</strong></p>
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		<title>Wir sind da! &#8211; We made it!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 16:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben's geschafft und haben nach 157 Tagen, rund 30000 Kilometern und unzaehligen tollen Erlebnissen am 15. Februar 2010 unser grosses Ziel Kapstadt erreicht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kapstadt. Suedafrika &#8211; Kilometer: ca. 30000 &#8211; Gemuet: sonnig</strong></p>
<p><strong>Wir haben&#8217;s geschafft</strong> und haben nach 157 Tagen, rund 30000 Kilometern und unzaehligen tollen Erlebnissen am 15. Februar 2010 unser grosses Ziel Kapstadt erreicht!</p>
<p><strong>We made it</strong> and on 15th February 2010 reached our big goal Cape Town after 157 days, about 30.000 kilometers and countless amazing adventures!</p>
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		<title>Rot, Orange, Gelb und Grün&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 17:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>

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		<description><![CDATA[Nordoewer, Namibia - Kilometer: 27980 - Wetter: 25-45°C, je nachdem

... sind in der Namib-Wüste drin. Und wer dachte, die Wüste sei einfarbig ohne Leben, dem sei Namibia wärmstens ans Herz gelegt. Es ist das bisher abwechslungsreichste, das wir auf dieser Reise und überhaupt je gesehen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Nordoewer, Namibia &#8211; Kilometer: 27980 &#8211; Wetter: 25-45°C, je nachdem</strong></p>
<p>&#8230; sind in der Namib-Wüste drin. Und wer dachte, die Wüste sei einfarbig ohne Leben, dem sei Namibia wärmstens ans Herz gelegt. Es ist das bisher abwechslungsreichste, das wir auf dieser Reise und überhaupt je gesehen haben.</em></p>
<p><strong>Caprivi bis zum Brandberg</strong></p>
<p>Wir reisen mit einer kleinen Verzögerung nach Namibia ein, denn an der Grenze möchte man 180 Namibische Dollar von uns, die wir aber natürlich noch nicht haben, da wir noch nicht gewechselt haben. Eine Wechelstube gibt es hier nicht, der nächste Automat befindet sich 200km im Landesinneren. Auch die botswanischen Pula haben wir in weiser Voraussicht (wir schleppen immernoch sambisches Geld umher, das wir seit dem Grenzübertritt nun nicht mehr loswerden) alles ausgegeben. Unsere Frage, ob sie denn nicht auch US Dollar nehmen (kommt schon, JEDER nimmt doch US Dollar!), wird doch glatt verneint und so stehen wir da – zahlungsunfähig und damit nicht berechtigt, das Land zu betreten. Wir sind „gestrandet“, so nennt man das hier und schauen besorgt zu dem kleinen Busch-Camp im Niemandsland rüber, wo schon andere „Gestrandete“ sitzen, die offenbar ähnliche Probleme haben oder zumindest nicht rein oder raus gelassen werden.<br />
Nach längerer Diskussion, wie das Problem denn zu lösen sei, dürfen wir trotz Ausreise-Stempel von Botswana und Einreise-Stempel von Namibia im Pass (wir beide dürften ja rein, die Gebühr ist nur fürs Auto) nochmal zurück nach Shakawe in Botswana und bei der Bank dort das Geld besorgen. Wie umständlich. Auf unsere Frage, ob das denn in Ordnung ginge, rein rechtlich, zwinkert die nette Grenzbeamtin, sagt: „Kein Problem. Wenn ihr nicht zurückkommt&#8230;“. Dann führt sie ihre Handgelenke vorm Körper zusammen und macht ein klickendes Geräusch. Jeder weiß, was das bedeutet und so fahren wir mal los – als Illegale zwar, aber nützt ja nix.</p>
<p>Ordentlich gestempelt und mit Straßen-Benutzungs-Erlaubnis reisen wir dann doch noch ein und los geht’s erstmal Richtung Westen weiter am Okavango, der uns nun schon seit Maun begleitet. Mittagspause machen wir an den berühmten Popa-Fällen, die allerdings eher Stromschnellen sind. In dem Moment als wir am Aussichtspunkt ankommen, sind sofort 2 nette Jungs mit ihrem Bötchen da und wollen uns für teuer zu den „richtigen“ Fällen fahren. Wir lehnen erstmal ab und sie verschwinden wieder. Als ein schwarzes Pärchen zum Aussichtspunkt kommt, passiert erstmal nichts, sofort als sich aber wieder Weiße nähern, sind die Jungs auch schonwieder vor Ort und siehe da, 4 der Touris scheinen interessiert und springen ins Boot, dessen Oberkante sich aber nun bedenklich knapp über dem Wasser befindet, so dass der 2. Bootsmann lieber aussteigt und der erste mit seiner Ladung und äußerst besorgtem Gesicht so in die Stromschnellen startet. Wie gut, dass die Leute im Boot mit dem Rücken zu ihm sitzen. Dem 1. Bootsmann wird die Sache dann aber wohl doch zu heiß und schon 2 Minuten später ist er mit seiner Fuhre wieder da. Ob und wieviel sie dafür bezahlt haben, wissen wir nicht allerdings nicht genau. Lustig war&#8217;s allemal.</p>
<p>Der Rest der Strecke rüber Richtung Brandberg ist größtenteils buschig bewachsen und schnurgerade Asphaltstrecke – das heißt man sieht wenig und wird schnell schläfrig. So kommen wir mit nur 2 Übernachtungen am Brandberg an. Der Berg erhielt seinen Namen aufgrund des Effektes, den die untergehende Sonne auf seiner Westseite verursacht: er sieht aus als würde er brennen. Wir finden außerdem, dass die dunklen, hohen Berge mitten in der Wüste wie verbrannt aussehen. Der Berg ist mit 2573m Namibias höchste Erhebung, doch bei 39°C im Schatten und so ganz ohne Bäume, kann uns heute nichtmal die 1,5h-Tour zu den Höhlenmalereien der „Weißen Dame“ locken, obwohl die wohl wirklich sehenswert sind. Die berühmte „White Lady“ ist nämlich eigentlich ein Mann, ha!<br />
Von Petra und Karl-Heinz hatten wir noch als Tipp bekommen, im Flussbett des Ugab umher zu fahren. Die Flüsse hier sind alle ausgetrocknet, man sollte nur nicht drin übernachten – es könnte ja doch eine Springflut geben in der Nacht. Das erledigt sich jedoch recht schnell, denn der Fluss führt heute Tiefsand, der auch noch locker und trocken ist – Zuckersand. Da fahren wir garnicht erst rein.<br />
Wir fahren nördlich um den Brandberg herum und finden uns in einem Geröllfeld wieder. Riesige Seite liegen hier herum und übereinander gestapelt zu riesigen Haufen, hinter denen man prima einen Bus parken kann. Endlich wieder wild campen! Wir haben uns schon drauf gefreut.</p>
<p>Namibia hat bei einer Fläche von etwa der Größe Frankreichs nur um die 2 Millionen Einwohner – hab soviel wie Berlin! Das Land ist über weite Strecken quasi leer. Ein Traum also für Einsiedler und Busch-Camper wie uns.</p>
<p><strong>Cape Cross und Swakopmund</strong></p>
<p>Lange haben wir gewartet endlich wieder ans Meer zu kommen und dann das: Es ist hundekalt. Naja, zumindest für unsere Verhältnisse. Eben noch hatten wir um die 35°C und hier an der Küste sind es gerade noch 15. Quasi von jetzt auf gleich innerhalb der letzten 10 Kilometer fiel das Thermometer besorgniserregend schnell. Anne verbringt den Nachmittag mit Lesen &#8211; in die Fleece-Decke eingewickelt im Bus! Wolkig und windig ist es auch, so richtig ungemütlich! So hatten wir uns den Strandtag nicht gerade vorgestellt – aber na gut, wir sind am Atlantik und der ist nunmal nicht der Indische Ozean, was?</p>
<p>Am nächsten Morgen fahren wir zur Robben-Kolonie am Cape Cross. Um die 100 000 Robben leben hier und haben gerade im Dezember und Januar ihre Jungen zur Welt gebracht. Es wimmelt also nur so vor schwarzen kleinen Bündeln mit Knopfaugen, die nach ihren Müttern rufen. Man kann die Kolonie besuchen und geht dabei über eine Art Brücke quasi über die Robben drüber, so kommt man an die eine oder andere auch mal ganz nah ran. Das ist so spannend, dass man den intensiven Geruch irgendwann schon nicht mehr so sehr merkt – irgendwas zwischen Löwenzwinger und Affenhaus im Zoo.<br />
Die kleinen Robben sind wirklich süß. Erst nach einer Weile verändert sich ihre Farbe und sie bekommen das graue Fell wie ihre Eltern. Traurige Statistiken besagen, dass ein Viertel aller Robbenbabies die ersten Monate garnicht überleben, denn es gibt hier Haie und Killerwale und sogar Hyänen und Schakale schnappen sich an Land gern mal eins von den Kleinen. Auch verhungern viele, wenn die Muttertiere bei der Futtersuche getötet werden. Robbenmütter adoptieren keine fremden Kinder und erkennen nur ihr eigenes Baby an seinen Rufen.</p>
<p>In Swakopmund kehren wir dem ersten Backpackers erstmal hochnäsig den Rücken – zu teuer – nur um dann reumütig zurückzukehren, denn wir müssen feststellen, dass die sogar noch die billigsten in der Stadt sind. Damit hatten wir echt nicht gerechnet. Es sollte aber wohl Schicksal sein, denn hier im Garten treffen wir Roland wieder, den Motorradfahrer, der schon mit uns nach Sudan verschifft hat und an Weihnachten mit in Tansania war. Leider hat er schlechte Nachrichten: Er ist auf einer Schotter-Piste weiter südlich gestürzt und hat sich ein Bein gebrochen. Der Verrückte ist sogar mit gebrochenem Bein noch selber bis nach Windhoek ins Krankenhaus gefahren. Glück im Unglück: es war das rechte Bein. Die Motorradfahrer unter uns wissen, dass man mit dem linken Bein schalten muss und dann wäre er wohl nirgendwo mehr hingefahren nach dem Sturz. Das Klinik-Personal hat außerdem nicht schlecht gestaunt, als er sich dann mit Gips wieder aufs Motorrad schwang und zurück nach Swakop gestartet ist. Nun plant er hier seine Heimreise und die Verschiffung des Motorrads. Immerhin wollte er ursprünglich ohnehin nur bis Namibia fahren und hat daher quasi nicht einen Großteil seiner Reise abbrechen müssen.</p>
<p>Swakop selbst kommt uns irgendwie unwirklich vor. Wir können nicht genau sagen woran es liegt. Daran, dass fast alles in Deutsch beschildert ist und die Straßen Bismarck, Bahnhof und Moltke heißen? Oder die fast leere Fußgängerzone, die wie ausgestorben ist und wie die Fernsehkulisse einer Daily Soap aussieht? Daran, dass man sich mitten in Namibia fühlt wie in einem kleinen Ostsee-Nest? Das passt irgendwie im Kopf wohl nicht mit dem Fakt zusammen, dass wir über 4 Monate und 25000km hierher unterwegs waren.</p>
<p>Als wir aus Swakop raus fahren in die Dünen, die direkt hinter der Stadt beginnen, ärgern wir uns doch, dass wie nicht Sandboarden gegangen sind. Anne hatte sich das schon so lange vorgenommen, wenn wir endlich bei den „Grossen Weißen“ in der Namib sind. Also wollen wir wenigstens mal ranfahren an die Dünen und biegen links auf deinen Parkplatz ab, der ganz nah an die Dünen grenzt.<br />
Dort packen – wie bestellt &#8211; gerade ein paar Sandboarder ihre Ausrüstung aus und schneller als wir denken können, haben wir jeder einen Helm auf und ein Board in der Hand und auf geht’s erstmal hoch in die Dünen.<br />
Wir haben einen Riesenspaß – allerdings fahren wir nicht so oft runter, wie wir gerne würden, denn einen Sessellift gibt’s hier nicht und so muss man alles selber wieder hochlaufen. Ganz schön anstrengend bei Zuckersand, mit Boots und Board und der brennenden Sonne auf dem Rücken!<br />
Zum Schluss laden uns die Jungs noch auf einen kleinen Snack ein und Kris, der Engländer, der mit ihnen unterwegs ist, erzählt uns, dass er für ein Magazin in London einen Bericht drüber schreibt – deshalb waren sie da &#8211; und dass wir wohl dann demnächst in der Zeitung sein werden. Vor allem wohl Robert, der natürlich allen gezeigt hat, was ein ordentlicher Boarder ist. Die Jungs waren echt glücklich, dass da endlich mal einer kam, mit dem sie sich ein bisschen messen konnten. Meist kommen ja doch eher Anfänger. Na, das war doch mal ein Highlight.</p>
<p><strong>Sossusvlei – Die Düne der Dünen</strong></p>
<p>Die roten Dünen von Sossusvlei mitten in der Namib-Wüste sind die Attraktion des Landes und die wollen wir natürlich auch nicht verpassen. Wir campen innerhalb des Schutzgebietes, so dass wir schon um 5:30 Uhr losstarten können, denn bei Sonnenaufgang sind die Schatten- und Farbenspiele am Schönsten sagt man. Von außerhalb darf man erst 6:30 Uhr los, aber das Privileg bezahlt man natürlich auch entsprechend.<br />
Eine 60km lange Teerstraße führt noch in die Wüste, dann folgen 5km Sandpiste. Für Leute, die nicht reinfahren können gibt es Shuttles – zum Schnäppchenpreis von 10 US Dollar pro Person. Robert weigert sich, das Shuttle zu nehmen, Anne will aber nicht wegen Steckenbleibens im Sand den Sonnenaufgang verpassen. Bevor wir uns aber richtig miteinander anlegen können, kommen Ivonne und Claudius, die haben wir gestern auf dem Campingplatz kennengelernt. Sie haben ein Wohnmobil gemietet und können sowieso nicht reinfahren ohne 4-Rad-Antrieb und so fragen wir sie, ob sie mitwollen – zu dritt schiebts sich&#8217;s ja doch leichter im Ernstfall. Der tritt dann auch ein und der Busli fährt sich ziemlich bald im tiefen Sand fest. Mit vereinten Kräften schieben wir ihn aber schnell wieder raus. Die beiden revanchieren sich damit für unsere Hilfe gestern, als sie versehentlich auf dem Campingplatz eine falsche Abbiegung genommen haben und glatt steckengeblieben sind. Unsere Sandbleche haben ihrem WoMo da wieder rausgeholfen – und so sind wir wieder quit.<br />
Der Rest der Strecke verläuft völlig unkompliziert und zurück kommen wir auch ohne Probleme. Außerdem ist sie in Wirklichkeit nur 3km lang. Pah, Sand wird eben auch überbewertet!</p>
<p>Der Aufstieg in die Dünen ist ähnlich anstrengend wir das Sandboarding-Abenteuer, aber er lohnt sich mindestens genauso! Man fühlt sich wie am Ende der Welt mitten in den roten Dünen. Vom Kamm blick man hinunter in die Dead Vlei, das ist ein ausgetrocknetes Seebett, d.h. Eigentlich Flussbett, denn ursprünglich ist sogar mal der Fluss Tauchab hier bis ins Meer geflossen, bevor sich die Dünen dazwischen geschoben und dem Fluss den Weg abgeschnitten haben. Alle paar Jahr(hundert)e ist hier auch mal ein See zu beobachten, aber wohl nur bei außergewöhnlichen Regenfällen.</p>
<p><strong>Lüderitz und Keetmanshoop</strong></p>
<p>Die Strecke nach Lüderitz führt 100km durch die Wüste. 100km, die man auch genauso wieder zurück kommen muss. Allerdings lohnt sich der Ausflug allemal, wie wir feststellen. Das Städtchen selbst ist nicht so spektakulär und auch nicht so deutsch angehaucht wie Swakop. Auch das Campingangebot überzeugt uns nicht. Zwar sind jetzt hier alle Campingplätze immer schön ausgestattet mit Grillstation (die heißen hier Braai), Stromanschluss und heißen Duschen, dafür bezahlt man aber auch gleich mal zwischen 8 und 14 Euro pro Nacht pro Person. Auf einem Camp in Swakop hätten wir sogar ein eigenes Badezimmer bekommen. Hallo?! Wir sind Camper, wir brauchen nur einen Parkplatz. Aber den will man uns nicht geben.</p>
<p>Also geht’s wieder raus aus der Stadt an der Küste entlang Richtung Süden und Grossebucht. Unser Garmin zeigt uns zahlreiche Aussichtspunkte an und die wollen wir der Reihe nach abfahren. Direkt hinter Lüderitz beginnt – wie in Swakop die Geschichte mit den Dünen – eine Stein- und Geröllwüste, man fühlt sich wie auf dem Mond und garnicht so, also würde hier Leben oder ein Meer in der Nähe sein. Aber schon in der ersten Bucht werden wir eines Besseren belehrt und entdecken nicht nur Pinguine auf der Insel Halifax gegenüber, nein, in der Lagune zu unserer Rechten watet auch ein einsamer Flamingo im Schlamm und zu guter Letzt hüpfen da noch ein paar Robben in den Wellen herum. „Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Denken wir und da uns seit Stunden schon wieder kein Auto in dieser Einsamkeit begegnet ist, bleiben wir einfach wo wir sind und campen mal wieder wild.<br />
Am nächsten Tag erkunden wir Lüderitz und den Agate Strand, an dem wir sogar mal ins Wasser springen, denn unsere kleine Camper-Bucht ist dafür zu felsig und die See zu rauh. Auch den Strand haben wir wieder ganz für uns alleine – und das in Hochsommer!</p>
<p>Aber die Unruhe treibt uns immer weiter – wir halten es nie lange irgendwo aus. Auf dem Rückweg – die 100km wieder raus aus Lüderitz, das quasi zwischen 2 Sperrgebieten eingeklemmt liegt: dem Namib-Naukluft-Nationalpark und dem Diamanten-Sperrgebiet – sehen wir noch die sogenannten Geisterstädte. Verlassene ehemalige Diamanten-Dörfer, die nun langsam von der Wüste zurückgeholt werden und „im Sande verlaufen“.</p>
<p>Bei Keetmanshoop fahren wir zu dem berühmten Köcherbaumwald. Der Köcherbaum ist eigentlich eine Aloe, kein Baum. Seinen Name bekam er von dem Fakt, dass die San-Menschen (die Ureinwohner oder Buschmänner) früher seine Äste ausgehöhlt als Köcher für ihre Pfeile verwendet haben. Normalerweise sieht man die Bäume nur vereinzelt, hier aber steht ein ganzer Wald. Die Pflanzen hier sind aber nicht angepflanzt worden, sondern natürlich gewachsen und zwischen 100 und 200 Jahre alt.<br />
Im Köcherbaumwald ist ordentlich was los! In den Steinen zwischen den Bäumen sitzen lauter Rock Dassies, etwa katzengroße Tierchen, immer mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Man glaubt es kaum, aber sie entstammen tatsächlich der Tierfamilie der Elefanten!<br />
Außerdem tummeln sich wieder lustig bunte Eidechsen, um die 20cm lang, und auch Kap-Erdhörchen im Wald. Alle sind garnicht scheu und sehr neugierig, so dass wir ein paar schöne Bilder machen können.</p>
<p>Der Höhepunkt des Abends ist aber die Raubtierfütterung! Der Campingplatz wird eingeschlossen von einem Gepardengehege. Geparden haben wir bisher noch nicht gesehen und so sind wir gespannt. Die Tiere leben hier in Gefangenschaft, weil sie schon als Junge hierher kamen, die ihre Eltern an Jäger verloren haben. Inzwischen sind sie, einfach gesagt, zu fett und zu träge, um allein in der Wildnis überleben zu können. Immerhin gibt’s hier täglich ein ganzes Lamm für jeden. Ihre Artgenossen in der Wildnis müssen aber schonmal eine ganze Zeitlang ganz ohne etwas zu Fressen auskommen.<br />
Wir dürfen die Tiere sogar anfassen, während sie fressen. Ein komisches Gefühl, denn der Besitzer sagt, dass sie nur nicht beißen, weil sie das Maul voll haben. Sehr beunruhigend! Und obwohl wir beide trotz Allergie Kätzchen sehr mögen, sind diese hier – und dann noch so nah – doch sehr Ehrfurcht einflößend. Und so groß! Wenn sich einer der beiden aufrecht stellen würde, könnte er uns mit Sicherheit direkt in die Augen sehen.</p>
<p><strong>Fish-River-Canyon und Oranje</strong></p>
<p>Unsere letzte Station führt uns an den Fish-River-Canyon. Wie der Name schon sagt, fließt hier der Fluss Fish durch einen Canyon. Und was für einen!<br />
Der Canyon, den der Fluss in wahrscheinlich jahrhundertelanger Arbeit sich selbst gegraben hat, ist 160km lang und bis zu 27km breit. An der tiefsten Stelle misst er über 500m Tiefe und ist wirklich ein Schauspiel. Besser kann es am Grand Canyon auch nicht sein.<br />
Allerdings kann man den Canyon leider nur von oben besichtigen, de Abstieg ist in der Regenzeit strengstens verboten wegen der Gefahr einer Springflut. Ansonsten kann man auch den Canyon bewandern, allerdings dann nur im Winter und nur über eine Strecke von 85 Kilometern in 5 Tagen. Wenn man da allerdings so runterschaut und sieht, dass es wahrscheinlich zwischen 10 und 16 Uhr da unten keinen Millimeter Schatten gibt, muss man sich das wohl wirklich gut überlegen. 5 Tage!<br />
Uns reichen schon die 1-2 Stunden bei den Aussichtspunkten, von denen die meisten Sonnenschirme schon komplett verrottet sind und wir somit auch in der prallen Sonne stehen. Und das mal wieder bei angenehmen 40°C im Schatten. Man gewöhnt sich ja an alles.</p>
<p>Nach diesem gelungenen Abschluss unseres Namibia-Abenteuers wollen wir schon fast die Grenze überqueren, als uns ein junges Paar an der Tankstelle anspricht. Charlotte und Andrea kommen aus München und haben sich in Südafrika ein Auto gekauft und ausgerüstet – eigentlich, um damit nach Hause zu fahren, aber so ganz sicher sind sie sich da noch nicht und zu Hause weiß wohl auch noch keiner davon. Nach einem Grillabend mit uns sind sie da aber ganz zuversichtlich und auch wir wünschen den beiden eine tolle Reise und viele schöne Erlebnisse. Wir werden bei den beiden dann sogar noch unser sambisches Geld los, was für ein Glück! Wir haben ihnen auf jeden Fall zu der Reise geraten und ihnen unsere Tipps und unseren Segen gegeben! Am Liebsten würden wir ja selber auch wieder mit nach Hause fahren – denn wir sind beide ein bisschen traurig, dass sich unsere Reise nun schon so bald dem Ende neigt.</p>
<p>Aber nun überqueren wir erstmal unsere letzte, die 22., Landesgrenze. Zum ersten Mal wird unser Auto komplett kontrolliert, im Nachhinein aber wohl auch eher aus Neugier, denn die Grenzbeamten sind ganz beeindruckt und stellen viele Fragen, die mit der Zollkontrolle so garnichts zu tun haben.<br />
Wir beide begießen das große Ereignis derweil ganz tropisch mit einer Fanta Sorte Ananas!</p>
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		<title>200km [offroad] nach [tiefer Sand]</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 15:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Botswana]]></category>

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		<description><![CDATA[Shakawe, Botswana - Kilometer: 24670 - Wetter: 32°C, sonnig

So oder ähnlich sah unsere Garmin-Anzeige über weite Strecken im Chobe Nationalpark aus, der so Einiges vom Busli abverlangte. Trotzdem hat uns unser treues Gefährt wieder nicht im Stich gelassen – noch nicht. Denn wir sollten die Grenzen des Busli hier noch weiter ausreizen...
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Shakawe, Botswana &#8211; Kilometer: 24670 &#8211; Wetter: 32°C, sonnig</strong></p>
<p>So oder ähnlich sah unsere Garmin-Anzeige über weite Strecken im Chobe Nationalpark aus, der so Einiges vom Busli abverlangte. Trotzdem hat uns unser treues Gefährt wieder nicht im Stich gelassen – noch nicht. Denn wir sollten die Grenzen des Busli hier noch weiter ausreizen&#8230;</em><br />
<strong><br />
Kasane und Chobe Nationalpark</strong></p>
<p>Botswana ist das erste Land im südlichen Afrika, für das wir kein Visum mehr brauchen und so gestaltet sich die Einreise schnell und kostengünstig:<br />
Man holt sich nur einen Ausreisestempel auf der sambischen Seite und darf auch schon auf die kleine klapprige Fähre über den Sambesi fahren. Das wäre eigentlich unbedenklich, wäre da nicht der ungefähr 50-Tonner, der sich gleich hinter dem Busli mit auf den Kahn schiebt, der dadurch gefährlich ins Wanken und halb Versinken gerät. Wir erreichen trotz Bedenken aber sicher das andere Ufer – immerhin ist der Service für Personen kostenlos, was will man da erwarten?</p>
<p>Unsere erste Station heißt Kasane, eine kleine Stadt ganz im Norden Botswanas. Hier übernachten wir, bevor es morgen in den Chobe Nationalpark geht. Und weil wir schon so nah dran sind, rennen uns auch gleich schon die ersten Elefanten vor&#8217;s Auto. Die „Achtung, Wildwechsel“-Schilder, die wir von Deutschland kennen gibt’s hier auch: eben nur mit den großen grauen Freunden drauf. Wir mögen die inzwischen ganz gerne, sollen aber noch eines Besseren belehrt werden. </p>
<p>Auf geht’s in den Chobe Nationalpark. Wir wollen an einem Tag komplett durchfahren, das sind ungefähr 200km, wobei man in der Mitte wieder rausfährt, ca. 70km außerhalb des Parks fährt und dann wieder rein.<br />
Kein Problem, denken wir und starten am Chobe Flussufer. Die Strecken hier sind sandig, aber recht festgefahren und wir können hin und wieder von der Hauptroute sogar abbiegen und etwas weiter reinfahren. Wir sehen an dem Vormittag nur vereinzelt Tiere, sind wohl schon etwas verwöhnt worden von Kenia bis Sambia. Wir lassen uns trotzdem Zeit, wir haben ja noch den ganzen Tag.</p>
<p>Als wir aber Richtung Ausgang des ersten Teils des Parks steuern, geht es los: die Spurrillen werden tiefer, der Sand lockerer und wir fahren die letzten 5km Tiefsand. Es ist nicht so tragisch von der Unterlage, der Sand ist recht festgefahren und die Reifen sinken nicht ein, aber die Spuren sind tief und wir haben kaum noch Bodenfreiheit so dass wir die Mitte teils schön gerade ziehen mit dem Bodenblech.</p>
<p>Raus aus dem Park geht es ja aber erstmal 70km über Asphalt – haben wir gedacht. Erst eröffnet sich uns Gravel, das geht ja noch, aber dann verwandelt sich die Piste wieder in eine schmale Sandstraße, schön tief und locker. So brauchen wir für die 70km gleich mal doppelt so lange und kommen erst 15:30 Uhr am Wieder-Eingangs-Tor des Parks an. Robert meint noch, die würden ja wohl de Strassen im Park etwas besser pflegen, aber als uns dann am Tor gesagt wird, man glaube nicht, dass wir die folgenden 90km heute noch schaffen (bis 19 Uhr müssen wir raus sein), sind wir da auch etwas unsicher. Aber die 70km Sand zurück, das geht auch nicht. Also was soll&#8217;s, da müssen wir jetzt durch! Immerhin haben wir ja den Bus und können in der Not darin sicher auch im Park schlafen.</p>
<p>Dazu kommt es dann auch, denn der Strassenzustand ändert sich auf den nun folgenden 80km kein bisschen, wir wühlen uns durch Sand, Sand und auch immer mal wieder gerne Sand.<br />
Die letzten 10km führen dann nah am einem Feuchtgebiet vorbei, was dann zusätzlich noch Schlammlöcher auf die Straße zaubert, vor denen wir manchmal sogar sorgenvoll stehenbleiben und mit einem Stock die Tiefe ausmessen müssen. Dass es da schon dämmert und man im Park ja eigentlich unter keinen Umständen aussteigen soll, macht die Sache nicht angenehmer.</p>
<p>Warum man nicht aussteigen soll, haben wir auch erlebt. Waren die Tiere in den Parks, die wir bisher besucht haben, Autos weitesgehend gewöhnt, so ist das hier im Chobe garnicht so. Uns sind an dem ganzen Tag im Park 2 Autos begegnet, beide oben am Fluss, kein einziges auf den 90km unten im südlichen Teil.<br />
Ganze 4 Mal wurde unsere ohnehin schon knappe Zeitplanung hier unterbrochen, weil wir anhalten und warten mussten, bis ein oder mehrere Elefanten die Straße verlassen hatten, was fast nie ohne lautes Trompeten von statten ging. Man, die Tierchen können einem schon enormen Respekt einflößen!<br />
Einmal verteidigte ein Bulle scheinbar seine ganze Herde vor uns, so wie der sich aufgeführt hat. Wie ein bockiger Junge trampelte er auf der Stelle, drehte sich um sich selbst, wackelte dabei mit dem Kopf und trompetete ordentlich. Hinter ihm kreuzten immer wieder mehrere Tiere die Straße.<br />
Immer wenn wir dachten, er sei nun im Gebüsch verschwunden und einige Meter langsam vorwärts fuhren, kam er wieder raus, manchmal ein paar Schritte auf uns zu, so dass wir schleunigst den Rückwärtsgang einlegten. Sagen wir mal so, das war ganz und garnicht mehr lustig und wir hatten beide mehrmals heftiges Herzklopfen an dem Tag!</p>
<p>Erst gegen 19:30 Uhr (immerhin mit nur 30min Verspätung) erreichen wir den Ausgang des Parks, nicht ohne vorher noch einmal einen Elefanten ganz dicht neben dem Bus trompeten zu hören. Das Problem diesmal: Es war jetzt stockduster und wir hatten keine Ahnung, wo er sich aufhielt. Morgen sollte Anne&#8217;s Geburtstag sein – und in dem Moment war uns beiden nicht ganz klar, ob sie den noch erleben oder doch vorher einer Herzattacke erliegen würde.<br />
Sicher und ohne Elefantenangriff können wir aber nun am Tor übernachten und am nächsten Morgen zumindest ein bisschen Geburtstag feiern. Auf jeden Fall einen unvergesslichen!</p>
<p><strong>Am Okavango Delta</strong></p>
<p>In Maun angekommen haben wir schon beschlossen, dass wir mit dem Busli nicht ins Moremi Feuchtgebiet fahren können, da es dort wohl ähnlich aussehen würde wir gestern auf den letzten 10km im Chobe.<br />
Also spannen wir erstmal einen Tag aus in einem schönen Backpackers am Fluss.</p>
<p>Das Okavango Delta ist eines der wenigen Inland-Deltas der Welt, das heißt, der Okavango, der in Angola im Inland entspringt, trifft hier auf den Sand der Kalahari, der großen Savanne in Zentral-Botswana (auch oft fälschlicherweise Kalahari Wüste genannt), fächert sich in einem riesigen Delta auf – und versiegt. Dieser Umstand schafft einen einzigartigen Lebensraum für tausende Tierarten im und um das Delta, da es eine der wenigen Regionen in ganz Afrika ist, in der das ganze Jahr über Wasser zur Verfügung steht.<br />
Das Wasser im Delta hat außerdem Trinkwasser-Qualität und ist ganz klar, da es kilometerweit durch den Sand gefiltert wurde.</p>
<p>Das Delta kann man am besten per Boot entdecken, die Angebote sind allerdings so unverschämt teuer, dass wir das schon aus Protest garnicht machen wollen. Jetzt kann man sagen: Mensch, da biste ja nur einmal im Leben! Aber wir sind ja quasi keine Einmal-Touristen denen das Geld locker sitzt, weil sie grade im Urlaub sind. Und rund 200 Euro für uns beide, nur um einen Tag übers Wasser zu schaukeln, das ist einfach zu viel. Die Bootstouren mit den einheimschen Moroko (Einbaum-Kanus) sind an sich garnicht so teuer, aber der Transfer der Tour-Operator dahin, der schlägt ordentlich zu Buche.</p>
<p>Wir entdecken derweil das Delta auf eine ganz andere Art und fahren mit ein paar Leuten vom Backpackers und jemandem, der sich auskennt an eine Stelle am Delta, an der man auch baden kann, denn sie liegt hinter dem sogenannten „Buffalo-Fence“, dem Zaun, der das Vieh der Züchter von den Wildtieren trennen soll, um die Übertragung von Krankheiten beiderseits zu verhindern.</p>
<p>Die Zäune ziehen sich durch ganze Land und sind sehr umstritten. Denn einerseits sind seit den 60er Jahren an diesen Zäunen ca. 1,5 Mio. Wildtiere der Kalahari verendet, denen auf der Suche nach Wasser in Richtung Delta durch den Zaun das Weiterkommen nicht mehr möglich war. Auf der anderen Seite verhindern die Zäune aber auch die Ausbreitung der Rinderfarmen auf dem Land und so die weitere Eindämmung des Lebensraumes der Wildtiere – trägt sozusagen gleichzeitig zu ihrer Erhaltung bei.<br />
Wir als Reisende müssen in regelmäßigen Abständen durch den Zaun und immer mal wieder unsere Schuhe und Reifen gegen die Maul-und-Klauen-Seuche desinfizieren. Auch der Transport von rotem Fleisch ist untersagt und einmal müssen wir unsere Bratwurst für abends an Ort und Stelle durchbraten, damit wir durch den Zaun dürfen.</p>
<p>Die bade-sichere Stelle am Fluss ist so schön, dass wir gleich über Nacht bleiben, bevor es am nächsten Tag weitergeht zur Kalahari.</p>
<p><strong>Kalahari und den Okavango aufwärts</strong></p>
<p>Die 45km Offroad auf dem Weg zur Kalahari machen uns schon nichts mehr aus, die Strasse ist größtenteils trocken. Einzig, die Regenwolke, die in einigem Abstand vor uns her zieht, macht uns etwas Sorgen. Pünktlich, als wir am Tor ankommen, regnet es auch dort und genau über uns. Auch der Parkwächter sagt uns, es sei sehr nass im Park drinnen. Wir wollen es trotzdem versuchen, stehen aber schon nach ca. 3km vor einer ca. 10m langen straßen-breiten Pfütze, deren Tiefe vorauszusagen reine Spekulation wäre. Wir machen also schweren Herzens kehrt und fahren zum Tor, um zu fragen, ob wir denn ein Auto mieten könnten. Nein, es gibt nur einen Traktor hier und der hat kein Benzin. Könnten wir denn unser Geld zurückbekommen, wenn wir garnicht reinfahren können? Nein, das geht auch nicht. Mehr aus Trotz entscheidet Robert dann, dass wir es dann wenigstens versuchen.<br />
Bis Deception, wo wir campen sollen, sind es rund 35km. Wir schaffen die 10m-Pfütze und auch noch ein paar danach, aber dann fängt der Motor bedenklich an zu stottern und nachdem wir etwas seitlich der Straße ein trockenes Plätzchen gefunden haben, springt er auch vorläufig erstmal garnicht mehr an. Hat wohl zuviel Wasser geschluckt. Na, wenigstens sitzen wir nicht IN einer Pfütze fest. Da es schon 18 Uhr ist, als der Bus dann endlich wieder einen Ton sagt, beschließen wir, einfach für die Nacht hier zu bleiben. So kommen wir wenigstens mal wieder zum Wild-Campen, das ist in den Parks nämlich eigentlich verboten.<br />
Da haben wir es also etwas übertrieben und zum ersten Mal hat uns der Busli gezeigt, wo seine Grenzen sind.<br />
Am nächsten Morgen sind die Pfützen schon etwas weggetrocknet und wir kommen gut wieder bis zum Tor. Wir haben in der Kalahari aber leider kein einziges Tier zu Gesicht bekommen, sogar die Vögel haben wir nur gehört.</p>
<p>Wir folgen dem Okavango flussaufwärts und kommen am Ngami-See vorbei. Der „See“, eigentlich seit Jahrzehnten trocken und eine weite Ebene zugewachsen von Kameldornbüschen ist im letzten Jahr durch massive Regenfälle wie durch ein Wunder wieder vollgelaufen. Auf der Straße, die mitten durch – und nun teilweise unter Wasser verläuft – tummeln sich Wasservögel, ein lustiges Bild. Wir fahren auch ein Stück durch, immer schön vorsichtig, denn wir wollen ja den Busli nicht wieder stottern lassen.</p>
<p>Oben kurz vor der namibischen Grenze geht uns dann noch das Koch-Gas aus, leider haben die hier ganz andere Verschlüsse und können unsere Flasche nicht auffüllen, obwohl überall Auffüllstationen sind.<br />
Zu allem Überfluss wird uns dann noch unser Grill geklaut, Frechheit! Bzw. nur die Feuerschale, den Rost haben wir noch. Trotzdem heißt es nun zurück zu den Anfängen der Menschheit und Feuer machen morgens uns abends zum Kochen und Kaffee machen.<br />
Wir nehmen&#8217;s gelassen, wir hatten ja schon soviel Glück bisher und es hätte ja auch schlimmer kommen können. Hauptsache wir sind beide gesund, nich?</p>
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		<title>Bilder für&#8217;s Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>

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		<description><![CDATA[Livingstone, Sambia - Kilometer: 22330 - Wetter: 32°C, mal sonnig, mal gewittrig

Obwohl wir verglichen mit anderen Ländern recht wenig Zeit in Sambia verbracht haben, hat uns dieser Aufenthalt doch schwer beeindruckt. Wir konnten hier nicht nur einige neue Tiere auf unsere "Schon gesehen"-Liste setzen, sondern noch mehr auf Tuchfühlung gehen mit Löwen, Elefanten und Co.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Livingstone, Sambia &#8211; Kilometer: 22330 &#8211; Wetter: 32°C, mal sonnig, mal gewittrig</strong></p>
<p>Obwohl wir verglichen mit anderen Ländern recht wenig Zeit in Sambia verbracht haben, hat uns dieser Aufenthalt doch schwer beeindruckt. Wir konnten hier nicht nur einige neue Tiere auf unsere &#8220;Schon gesehen&#8221;-Liste setzen, sondern noch mehr auf Tuchfühlung gehen mit Löwen, Elefanten und Co.</em></p>
<p><strong>South Luangwa National Park</strong></p>
<p>Zwischen uns und dem als bester Nationalpark Sambias beschriebenen Park liegen nur noch 130km Offraod. Nach Kenia schockt uns irgendwie nicht mehr soviel und so fahren wir munter drauf los. Die ersten 60km sind auch garnicht so wild und eine gut befahrbare, halbwegs trockene Lehmpiste. Doch dann kommen sie wieder, die fiesen spitzen Steine und das Wellblech, abwechselnd, für ganze 50km. Dafür entschädigen die letzten 20km mit halbwegs schlaglochfreiem Asphalt.<br />
Im Croc Valley Camp angekommen parken wir direkt am Fluss und haben direkte Sicht auf Hippos und Krokodile auf der anderen Uferseite. Nachts sollen auch Nilpferde und Elefanten durchs Camp wandern – mal sehen, das klingt schonmal spannend!</p>
<p>Die Nacht verläuft jedoch ohne Hippos und Elefanten und so starten wir am nächsten Morgen ganz früh in den Nationalpark, das Camp liegt direkt davor.<br />
Und wieder werden wir nicht enttäuscht! Wir sehen wieder unsere inzwischen schon alten Freunde, die Giraffen und Elefanten, Zebras und Impalas. Dazu kommen noch Wasserbüffel und -böcke, unzählige Vögel (über 750 Arten zählt Sambia insgesamt), ein Waran kraucht über die Straße, ein Krokodil taucht nur 1m vom Bus weg in seinen Tümpel ab, Mungus hüpfen über die Straße.<br />
Mit den Elefanten geraten wir diesmal mehrmals in riskante Situationen, da wir ihnen oft mitten auf der Straße begegnen und so schonmal ein Kalb auf der einen, die Mutter schon auf der anderen Straßenseite ist. Da wird dann schonmal ordentlich getrötet und mit den Ohren gewackelt – eindeutiges Zeichen für uns zum Rückzug. Aber es ist ein unvergleichliches Gefühl, so nah dran zu sein!<br />
Diesmal sehen wir auch nicht nur träge Löwen, nein, sie bewegen sich auch mal. Sie faulenzen unter einer Brücke, auf der wir mehrmals an diesem Tag lang kommen.</p>
<p>Der Park soll besonders berühmt für seine Leoarden sein. Die wollen wir natürlich auch sehen. Da wir aber um 6 Uhr abends mit dem eigene Auto den Park verlassen müssen und sie ja eher nachtaktiv sind, buchen wir eine Nachtfahrt mit einem Tour-Operator.<br />
Und es hat sich gelohnt. Wir fahren erstmal Wege, die wir wegen zu großer Pfützen und Schlammlöcher mit dem Bulli tagsüber nicht fahren konnten, das ist schon alleine toll!<br />
Dann biegt der Fahrer aber plötzlich völlig vom Weg ab, mitten in den Busch und dann stehen wir unter einem Baum. Und während wir untrainierten Touristen noch doof in der Gegend rumkucken, hängt direkt über uns im Baum ein Leopard und schläft. Wow!</p>
<p>Wir wollen zurück zur Hauptstraße über eine andere Offroad-Piste, die sich aber schon nach 5km zwar trocken, aber als so unbefestigt zeigt, dass wir sie garnicht sehen möchten, sollte es heute noch regnen. Die Spurrillen sind jetzt schon tiefer, als der Bulli Bodenfreiheit hat. Also wir dann noch einen Einheimischen fragen, wie befahrbar die Piste ist und ob wir lieber zu zweit fahren sollten, falls einer steckenbleibt, sagt der nur: „Ich würde die nicht mal mit 10 Autos fahren.“ Alles klar, also die häßlichen 130km gleiche Offroad-Strecke zurück zur Hauptstraße.</p>
<p><strong>Lusaka</strong></p>
<p>Der Weg nach Lusaka ist geprägt von einer tollen Waldlandschaft und wenigen Menschen, ganz ungewohnt für uns nach den vergangenen Ländern.<br />
Unterwegs machen wir noch Rast im Luangwa Bridge Camp an der großen Brücke über den Luangwa. Hier treffen wir Petra und Karl-Heinz, die hier unten schon seit über 10 Jahren unterwegs sind, das Auto steht das Jahr über in Namibia. Die beiden kennen Namibia wie ihre Westentasche und wir malen fleißig Straßen, Kreuze, Wegpunkte und alles was man sich vorstellen kann in unsere Karte. Wir sind den beiden sehr dankbar für die tollen Tipps und freuen uns schon jetzt auf Namibia!</p>
<p>Der Campingplatz, den wir uns in Lusaka ausgesucht haben nimmt keine Camper mehr – na das ist ja super. Der andere Backpacker in der Nähe bietet auch kein Camping an und so fahren wir nach dem obligatorischen Stop beim Shopping-Center wieder raus aus der Stadt und landen zufällig bei der Eureka Tier Farm, auf der man campen kann. Hier laufen wieder Zebras und Giraffen kreuz und quer und der Campingplatz ist nur durch einen kleinen Zaun von den Tierchen getrennt. Da das Tor aber ohnehin offen ist, kommen die Zebras abends nochmal auf Besuch herein. Zufällig landen auch unsere Namibia-Fans hier und wir haben noch einen netten Abend zusammen. Am nächsten Morgen drehen wir noch eine Runde über die Farm und dann geht’s ab Richtung Victoriafälle.</p>
<p><strong>Livingstone und die Victoria-Fälle</strong></p>
<p>Auf dem Weg nach Livingstone kommt man an einen Checkpoint, diesmal keine Polizei, sondern der Tse-Tse-Fliegen-Ceckpoint. Jemand hat sogar aus dem Schild &#8220;Stop &#8211; Checkpoint&#8221; mit einem Edding &#8220;Stop &#8211; Tse Tse Checkpoint&#8221; gemacht. Clever! Es heißt, wenn die Tse-Tse-Fliegen im Auto finden, sprühen sie es komplett damit ein. Wer weiß, was die da sprühen?! So hoffen wir, dass wir &#8220;sauber&#8221; sind. Wir werden gestoppt und ein kleiner Mann kommt mit einem Köcher auf uns zu, der eher aussieht also wäre er auf Schmetterlingsjagd. Er läuft einmal ums Auto mit dem Ding und kuckt in alle Fenster auf der Suche nach Tse-Tse-Fliegen, sieht aber keine und wir dürfen weiterfahren. Na das war doch mal eine gründliche Kontrolle! Afrika&#8230;</p>
<p>In Livingstone – und da freuen wir uns seit Wochen dauf – gibt es ein Backpackers für nur 3US$ p.P., mit Pool, Bar, Kletterwand und vor allem kostenlosem Internet. Da wir mit unserem doch sehr veralteten Lonely Planet schon oft ganz andere Bedingungen vorgefunden haben als da drinstanden, wagen wir garnicht zu hoffen, dass das alles stimmt. Aber es ist wahr und wir sind im Camper-Himmel – naja fast, denn die haben hier eigentlich keinen Platz für Overlander, so dass wir auf dem Parkplatz stehen. Aber wir haben&#8217;s uns schon ganz gemütlich gemacht hier und legen erstmal wieder einen freien Tag ein. Der Pool, die Bar und der Billardtisch entschädigen für Einiges.</p>
<p>Aber genung der Faulenzerei, quasi direkt nebenan liegen ja die Victoria-Fälle und die darf man einfach nicht verpasst haben! Für 10US$ Eintritt ist man dabei und kann auf der sambischen Seite ca. ein Drittel der Fälle quasi auf dem gegenüberliegenden Ufer erlaufen. Insgesamt ziehen sich die Fälle über 1000m breit durchs Land und stürzen über 100m in die Tiefe. Da wir in der Hauptregenzeit anreisen, zeigen sie sich uns in ihrem vollen Ausmaß und der &#8220;donnernde Rauch&#8221; wie es in der Sprache der Einheimischen heißt, macht seinem Namen alle Ehre. Überall wirbeln Wassertröpfchen durch die Luft, hochgedrückt von den Wassermassen, die unten ankommen. Es regnet &#8211; zumindest denkt man das, aber es ist alles nur &#8220;Rauch&#8221;. Die Fälle sind in einen feinen Sprühnebel gehüllt &#8211; und wir beide binnen Sekunden wieder mal pitschenass. Bis auf etwas Sorge um die Kamera macht das aber nichts, denn es sind ja immernoch rund 30 Grad. Und so stehen wir noch eine ganze Weile oben auf der Brücke über die Botoka-Schlucht, lassen uns berieseln und starren in die Wassermassen. Jetzt in der Regenzeit fließen hier rund 470 Millionen Liter Wasser in der Minute runter, unfassbar! Wasserfälle sind wie Feuer finden wir &#8211; man kann endlos lange hineinschauen. Und als wären wir die Glückskinder der Erde (naja, sind wir ja auch, man erinnere sich nur an die ITB 2009 und unseren Spreewald-Roulette-Gewinn), kommt die Sonne raus und ein Regenbogen spannt sich quer über die Fälle wie eine Brücke. Einfach traumhaft!</p>
<p>Nachdem wir die Fälle von oben gesehen haben, steigen wir noch einen steilen Pfad hinab in die Botoka-Schlucht. Der Pfad geht direkt durch den Regenwald und ab und zu muss man über Baumreste steigen oder durchs Wasser waten. Unten angekommen stehen wir an einer Biegung des Flusses, die &#8220;Boiling Pot&#8221; (Kochtopf) genannt wird, da hier das Wasser mit einer solchen Geschwindigkeit auf die Kurve kracht, dass es sich in einem riesigen Strudel nochmal um sich selbst dreht, bevor es um die Kurve weiterfließt. Gerät man da hinein &#8211; man würde sicher nicht unbeschadet wieder rauskommen. Wir machen hier unten eine kleine Trocknungs-Pause. Erstaunlich wenig Touristen gibt es hier und wir sind ganz für uns mit Blick auf die Brücke über die Schlucht, von der aus hin und wieder einer am Seil runterspringt oder sich durch die Schlucht schwingen lässt.</p>
<p><strong>Allgemein</strong></p>
<p>So kurz die Zeit in Sambia war, um so beeindruckender waren die Erlebnisse hier. Wir haben nicht nur beeindruckende Naturwunder gesehen, sondern auch alte Bekannte wiedergetroffen und neue Freunde gewonnen.</p>
<p>Die Regenzeit hat uns inzwischen völlig im Griff. Es gibt fast Ausgeglichenheit zwischen Regen und Sonne, aber irgendwie macht das hier nichts, denn es bleibt immer schön warm um die 30 Grad und meistens ist der Regen sogar eine nette Abwechslung zur Sonne die, weil sie jetzt ja fast senkrecht über uns steht, doch enorm brennt auf der Haut und dem Kopf.</p>
<p>Wir erfreuen uns weiterhin bester Gesundheit, haben bisher weder Magenprobleme noch sonst irgendwelche Wehwehchen zu beklagen. Unsere Reiseapotheke und die 2 Verbandskästen können wir wahrscheinlich eins zu eins so wieder auf die nächste Reise mitnehmen. Das Einzige, was wirklich weniger wird, sind die Malaria-Tabletten. Essen aber auch fleißig unser frisches Obst jeden Tag, sogar Robert ist inzwischen garnicht mehr so abgeneigt, ein paar Vitamine aufzunehmen. Bier bleibt trotzdem ein überlebenswichtiges Nahrungsmittel auf seinem Speiseplan (&#8221;Ist ja quasi wie ein kleines Schnitzel.&#8221;).</p>
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		<title>Nur nicht nervös machen lassen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 14:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>

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		<description><![CDATA[Mchinji, Malawi - Kilometer: 20530 - Wetter: 32°C, schwül und gewittrig

Südwärts ging es immer am Malawi-See entlang. Der See ist der neuntgrößte See der Erde und liegt im südlichen Ende des ostafrikanischen Grabens (Rift Valley), dem wir schon seit Äthiopien folgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Mchinji, Malawi &#8211; Kilometer: 20530 &#8211; Wetter: 32°C, schwül und gewittrig</strong></p>
<p>Südwärts ging es immer am Malawi-See entlang. Der See ist der neuntgrößte See der Erde und liegt im südlichen Ende des ostafrikanischen Grabens (Rift Valley), dem wir schon seit Äthiopien folgen.</em></p>
<p><strong>Am Malawi-See</strong></p>
<p>Die Einreise nach Malawi ist die schnellste und kostengünstigste überhaupt auf unserer Reise. Das Prozedere dauert ca. 20 Minuten und wir bezahlen heute mal ausnahmsweise garnichts! Das aber unter anderem auch, weil wir natürlich schon einen etwas geschärften Blick für Schwindler haben. So kaufen wir den Geldwechslern auf dem Schwarzmarkt vor der Grenze nicht im Geringsten ab, dass es „in ganz Malawi KEINE Banken, Geldwechselstuben und Geldautomaten“ gäbe und wir doch lieber bei ihnen (zu einem sehr schlechten Kurs) unsere ganzen Dollars abgeben sollen. Darüber sind wir gründlich hinaus, am Anfang der Reise hätte uns so eine Aussage sicherlich noch nervös gemacht.<br />
Dann, wir haben gerade unsere Einreisestempel (ein Visum gibt’s hier zum ersten Mal seit der Türkei nicht) und das Carnet fertig, da hält uns jemand an und fragt ob wir denn Dieses und Jenes schon gezahlt hätten. „Was?“ &#8211; „Na&#8230; das Brubbeldingsdabums“ (frei übersetzt aus dem malawischen Schein-Grenzer-Wirrwarr) &#8211; „Was denn genau?!“ &#8211; „Das Dingbumsbrubbelbrabbel &#8211; fürs Auto“ &#8211; „Geht es irgendwie konkreter?“ &#8211; „Äähhh&#8230;. also&#8230; na gut, ihr könnt gehen.“ &#8211; „Aha, danke sehr.“.<br />
Merke also: Niemals irgendjemandem irgendwas bezahlen, der nicht offiziell aussieht, sich auch so ausweisen oder zumindest eine Quittung ausstellen kann. Die Grenzen sind wahre Tummelplätze für Schurken und Halunken aller Art. Natürlich kann man auch nicht generell und ständig mißtrauisch sein, das ist klar. Aber eben.. immer auf der Hut.</p>
<p>In der ersten Stadt Karonga angekommen gestaltet sich die Geldautomatensuche allerdings tatsächlich schwierig und wir denken schon, die Schurken hatten recht und wir müssen jetzt ohne Bargeld durchs Land. Dass das durchaus möglich ist, hat uns schon Oliver bewiesen, ein deutscher Radler, den wir in Äthiopien schon und dann in Tansania wiedergesehen haben. Er ist mangels Wissen um die Geldautomatenknappheit im Sudan bis Khartoum komplett ohne Geld gefahren. Ein Glück, dass die Sudanesen so ein extrem gastfreundliches Volk sind und ihn allseits mit Essen und Schlafplätzen versorgt haben. Als dann der einzige Geldautomat in Khartoum, der internationale Karten akzeptieren soll, abgebaut ist und Western Union ihm erklärt, sie machen keine Geldtransfers von Deutschland mehr, ist seine letzte Station die deutsche Botschaft vor Ort. Dort erklärt man dem völlig Entnervten dann erstmal, dass er sich doch besser vorher belesen hätte und dass es doch bekannt sei und und und&#8230; deutsche Belehrungen helfen ihm jetzt auch nicht weiter! Schließlich darf er der Dame in der Botschaft per Online-Banking Geld überweisen, was sie ihm dann in Bar auszahlt. So einfach ist das!<br />
Wir finden aber dann doch noch eine Bank und alles ist wieder super. Auf zum See.</p>
<p>Wir halten uns eine ganze Weile immer direkt am See auf, fahren immer nur ein paar Kilometer weiter südwärts, machen immer mal einen Tag frei und kommen irgendwann dann am Südende des See am Cape Maclear an. Der Sonnenuntergang am See ist phantastisch, ebenso die Einheimischen beim Badetag zu beobachten. Ganze Dörfer reisen an und die ganze Familie wäscht und putzt und badet.<br />
Ansonsten machen wir hier eher wieder mal Urlaub vom Urlaub – des is aber auch anstrengend das Reisen! &#8211; und es ist nichts weltbewegendes passiert während dieser guten Woche.</p>
<p><strong>Lilongwe</strong></p>
<p>Auf dem Weg nach Sambia machen wir noch Halt in der Hauptstadt. Hier gibt es wieder Shopping Center ohne Ende und alles was das Camper-Herz begehrt. Sogar einen neuen Camping-Stuhl, denn einer unserer schönen alten Blau-Weißen hat sich inzwischen in seine Bestandteile aufgelöst.<br />
Hier treffen wir zufällig – Afrika ist eben auch ein Dorf – Alex und Joost wieder, zwei Holländer, die wir ebenfalls schon aus Ägypten und von der Nasser-See-Verschiffung kennen. Sie erzählen uns, dass sie in Äthiopien im Omo-Valley ganz furchtbar mit dem Auto steckengeblieben sind, so dass sie es 3 Tage nicht aus dem Matsch bekommen konnten – 3 Tage in denen es konstant weiter geregnet hat, so dass das Auto langsam wegzuschwimmen drohte. Wir haben das Video gesehen und es sah alles echt spektakulär aus! Es ist aber alles nochmal gutgegangen und so sind sie nun auch schon in Lilongwe, immernoch mit dem selben Auto.</p>
<p>Wir bleiben nur eine Nacht hier, denn wir wollen weiter nach Sambia. In einem netten Camp treffen wir dann die Holländer und auch noch einen weiteren Deutschen wieder, wir hatten uns schon in Nairobi getroffen. Man trifft sich eben immer mal wieder an Knotenpunkten, so ist das. Es ist außerdem sehr regnerisch in Malawi zurzeit und daher zieht es uns weiter nach Westen&#8230;</p>
<p><strong>Allgemein</strong></p>
<p>Am See hat es uns super gefallen, man fühlte sich oftmals wie am Meer an den Stränden. Allerdings ist die Gefahr von Bilharzia stest präsent. Manche sagen, wo kein Schilf sei, seien keine Schnecken und so auch keine Bilharzia. Wir haben aber auch Schnecken an schilflosen Stränden gesehen und ebenso haben uns Einheimische oder Zugewanderte erklärt, die Erreger seien ohnehin in jedem afrikanischen Gewässer vorhanden. Also könnten wir schwimmen gehen oder es lassen. Wenn wir es denn tun, sollten wir uns danach im Krankenhaus oder der Apotheke Tabletten besorgen. Die nimmt man 6 Wochen nach dem besagten „Bad“ in einem möglicherweise kontaminierten Gewässer. Hat man den Erreger im Körper, wird er dadurch eliminiert, hat man ihn nicht, soll es auch nicht schädlich sein. Also haben wir uns die Tabletten schonmal besorgt, sicher ist sicher.</p>
<p>Stets präsent ist auch der große Spalt zwischen Arm und Reich im Land. Auf dem Land sieht man fast nur bettelarme Menschen, die ihr bisschen Geld mit selbst gepflückten Früchten an der Straße verdienen. Auch fährt man auf dem Weg zu einem Camp am Strand meist vorher dirket durch ein Dorf mit Sandstraßen und winzigen Hütten.<br />
In der Stadt dagegen gibt es moderne Shopping-Komplexe mit überfüllten Supermärkten, in denen bestimmt über 90% der Bevölkerung garnicht einkaufen kann. Selbst für unsere Verhältnisse sind die Preise enorm. Ein paar Beispiele (umgerechnet): billigstes Glas Marmelade 3,50 Euro, 500ml Milch 2 Euro, Müsli 400g 8 Euro, Nescafe 300g 8 Euro. Da überlegen selbst wir uns schon, was wir wirklich brauchen.</p>
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		<title>It&#8217;s Kili time!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 09:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>

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		<description><![CDATA[Tukuyu, Tansania - Kilometer: 19450 - Wetter: 35°C, heiter bis wolkig

Wir hatten ein schönes Fest und einen guten Start ins neue Jahr in diesem Land, das mit den wahrscheinlich meistbekannten Attraktionen Afrikas aufwartet: dem Kilimanjaro, der Serengeti und den Traumstränden am indischen Ozean und auf der Insel Sansibar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Tukuyu, Tansania &#8211; Kilometer: 19450 &#8211; Wetter: 35°C, heiter bis wolkig</strong></p>
<p>Wir hatten ein schönes Fest und einen guten Start ins neue Jahr in diesem Land, das mit den wahrscheinlich meistbekannten Attraktionen Afrikas aufwartet: dem Kilimanjaro, der Serengeti und den Traumstränden am indischen Ozean und auf der Insel Sansibar.</em></p>
<p><strong>Moshi und der Kili</strong></p>
<p>Nachdem uns in Nairobi berichtet wurde, ab hier sei nun alles gut befahrbar und nur noch Asphalt – sofern man das will – sind wir erstmal überrascht über die ersten gut 100km in Tansania, die komplett aus einer Schotterpisten-Umleitung direkt neben der brandneuen, aber eben noch nicht freigegebenen, Teerstraße entlangführt. Herrlich &#8211; und eine schöne Erinnerung an Moyale in Kenia.<br />
Wir passieren zunächst den Mt. Meru, der – weltkarten-technisch betrachtet – direkt neben dem Kilimandscharo liegt. Leider hüllt er sich heute komplett in Wolken, so dass wir nicht viel von ihm sehen.<br />
Auch der wenig später folgende „Kili“ ist so gut wie garnicht zu sehen, er soll sich wohl generell auch nur sehr selten zeigen.<br />
Wir durchqueren Moshi, eins der beiden Haupt-Lager für Kili-Touristen, kaufen noch etwas ein und bleiben in einem Camp kurz hinter der Stadt, von dem man den Berg, wenn er sich denn doch zeigt, sehr gut sehen kann und hoffen auf&#8217;s Beste. Fragen auch noch den Besitzer des Camps, ob denn Hoffnung bestünde und er sagt nur knapp: „6 Uhr morgens, da ist er zu sehen“. Na gut, also heißt es früh aufstehen.<br />
Das schaffen wir nicht so ganz und wachen erst gegen 7 Uhr auf. Gespannt zieht Robert los um mal zu kucken und kommt mit tollen Fotos zurück, so dass wir ohne Frühstück schnell aufbrechen, denn auch der Busli soll natürlich mit dem Kili zusammen aufs Bild. Der Anblick ist wirklich traumhaft. Wir stehen hier unten in der Hitze und da oben sind Minusgrade und Schnee und wahrscheinlich tummeln sich da gerade 100 Bergsteige-Touristen auf dem Uhuru Peak auf 5895m und kucken auf uns runter. Nun weiß man auch, warum die Gruppen teilweise gegen 2 Uhr morgens schon vom letzten Lager auf über 4000m aufbrechen – denn plötzlich ziehen Wolken auf und schon 8.30 Uhr ist von dem Wunder nichts mehr zu sehen. So wohl auch nichts mehr von dem schönen Ausblick von oben herunter. Wir selber wollen den Kili nicht besteigen, was auch daran liegt, dass man ab 900 Euro auf den Tisch legen muss und dann, wie ein Backpacker uns so schön sagte „dafür auch noch selber hoch laufen muss“. Aber für uns war auch die reine Aussicht &#8211; ohne abgefrorene Ohren und taube Finger und Füße &#8211; ein unvergessliches Erlebnis.</p>
<p><strong>In den Usambara-Bergen</strong></p>
<p>Ebenfalls aus Nairobi haben wir den Tipp mitbekommen, mal einen Abstecher in die Usambara-Berge im Nordosten von Tansania zu machen. Da die auf unserem Weg Richtung Küste liegen, machen wir das doch glatt.<br />
Kaum von der Hauptstraße abgebogen schrauben wir uns auch schon mehrere hundert Meter in die Höhe, alles wird grüner, wilder und zugewachsener. Wir passieren schon bald mehrere Wasserfälle und die ersten Äffchen springen auf der Straße herum.<br />
Plötzlich beginnt es zu regnen, nicht verwunderlich, denn hier ist grade die „kleine Regenzeit“ und es regnet mindestens einmal am Tag so wie wir es von dem Sommergewittern aus Berlin kennen: dolle, aber kurz. Das Wetter wechselt ziemlich schnell in wenigen Minuten, daran gewöhnt man sich. Wir haben auch nur noch 3 km bis zu unserem ausgesuchten Camp vor uns . Die allerdings Offroad und was dann losgeht übertrifft unsere Vorstellungen  von einem Sommerregen schon gewaltig. Die Strecke geht leicht bergauf und schon nach kurzer Zeit fahren wir keine Lehm-Straße mehr rauf, sondern einen Sturzbach. Darauf müssen wir uns so konzentrieren, dass wir garnicht merken, wie es immer windiger wird und die ersten Blätter auf der Windschutzscheibe kleben. Und in weniger als 5 Minuten sind wir mitten drin in einem handfesten Sturm, der über die Berge fegt. So richtig merken wir das erst, als wir an eine Weggabelung kommen, wo die eine Richtung von einem umgestürzten Baum und einem mitgerissenen Strommast versperrt, die andere wegen der vom Strommast mitgerissenen Kabel die nun über die Straße hängen, nicht befahrbar ist. Unter und neben uns fließt derweil immernoch die komplette Straße bergab. Wir halten also auf einem Rasenstück in der Mitte der Gabelung erstmal an und warten ab. Ein paar Minuten später ist der Spuk vorbei und wir können sogar ganz knapp unter den Kabel durchfahren, so tief hängen sie dann doch nicht über der Straße. Im Camp angekommen sagen wir dem Besitzer erstmal, dass beide Straßen zu seiner Herberge blockiert sind. Dass er keinen Strom mehr hat, hat er ja schon selber gemerkt.</p>
<p>Wir gehen in den Bergen mehr spazieren, als Wandern, denn es ist unheimlich schwül und binnen Minuten ist man komplett durchgeschwitzt. Das macht sich besonders bemerkbar, als wir tollkühn ein paar einheimischen auf ihrem Trampelpfad über einen Gipfel folgen. Wir sind nach kurzer Zeit fix und fertig, während die sogar noch jeder einen 20kg-Reissack auf dem Kopf balancieren. Wie machen die das? Wir kommen auch nochmal an dem umgestürzten Baum vorbei, wo sich inzwischen einige Frauen damit beschäftigen, in klein zu hacken und als Feuerholz abzutransportieren.<br />
Es ist ganz angenehm, denn hier werden wir kaum beachtet. Das war ja in Äthiopien anders, da waren wir die Hauptattraktion, wo immer wir hinkamen. Hier bleiben höchstens mal ein paar Kinder stehen und kucken uns an, alle anderen grüßen freundlich und gehen dann weiter.</p>
<p>Weiter müssen auch wir, denn es ist schon der 23. Dezember und wir haben uns ja für Weihnachten am Meer mit Denise &#038; John und Roland &#038; Tamara verabredet, mit denen wir vor ein paar Wochen zusammen über den Nasser-See geschifft sind.</p>
<p><strong>Die Küste</strong></p>
<p>An der Küste ist es noch schwüler als im Inland. Tagsüber sind um die 40 Grad und man schwitzt bei gefühlten 100% Luftfeuchte schon beim Nichtstun. Deshalb machen wir auch 3 Tage genau das – nichts. Wir campen in einem tollen Resort mit Pool, eigenem Strand und Restaurant für nur 4 US$ und lassen&#8217;s uns gut gehen. Es gibt hier Strom und sogar Internet, was will man mehr &#8211; außer schnellerem Internet natürlich, denn das ist seit Äthiopien nicht wirklich besser geworden. Aber man gewöhnt sich an alles, das muss man hier auch. Hier werden aus 5 Minuten schnell mal 5 Stunden, der Strom fällt gern immer mal wieder auf unbestimmte Zeit aus, mal gibt’s kein Benzin, dann wieder kein Brot – naja was soll&#8217;s. Man kann es ja sowieso nicht ändern, oder?<br />
In diesem Sinne haben wir ein ganz entspanntes Weihnachtsfest mit tollem Bufett am Weihnachtsabend und selbstgemachtem Fisch-Barbecue am ersten Feiertag. Hier könnten wir für immer bleiben – wenn&#8217;s nicht so verdammt schwül wäre. Die Deutschen, was? Immer was zu meckern.</p>
<p>Wir verbringen aber noch weitere Tage am Meer und fahren zuerst nach Bagamoyo weiter, wo wir unter anderem eine Krokodilfarm besuchen. Hier werden Krokodile zum Verkauf aufgezogen, um die Wilderei der Krokodile in der Natur zu vehindern. Von 20cm bis 4m Länge sind hier alle Altersklassen vertreten.</p>
<p>In Dar Es Salaam wollen wir mal unseren Auspuff reparieren lassen. Und siehe da, bereits 5 Stunden, mehrere Anläufe, Abnehmen und wieder Anpassen des Auspuffs, Dichtungen zuschneiden und 20 Euro später  – ist im Grunde alles genauso, wie es vorher war. Na, das hat sich doch mal gelohnt! Was trotz aller neu gewonnenen Gelassenheit Anne immernoch und weiterhin aufregt, sind die Parkgebühr-Praktiken, die hier ähnlich gehandhabt werden, wie in Äthiopien. Trotzdem außer dem Platz direkt vor der Werkstatt garkein anderer Platz zur Reparatur zur Verfügung gestanden hätte und wir die ganzen 5 Stunden komplett vor Ort beim Auto sind, müssen wir für die ganze Zeit Parkgebühren zahlen. Anne meckert die Politesse deswegen so richtig an, was natürlich – man denkt es sich schon – garnichts bringt. Im Gegenteil, sie kommt aufs Auto zu mit ihrem gezückten Handy und sagt doch im Ernst „Sister, I love you! Can I take a picture?“. Kein Kommentar.</p>
<p>Wir fahren mit der Fähre nach South Beach, dem Süden von Dar ins Mikadi Camp. Die selbstgebastelte Dichtung hat sich bis dahin übrigens schonwieder in Luft aufgelöst. Aber man wird ja zusehens entspannter (außer bei Politessen versteht sich) und so macht das alles nichts. Der Bus ist nun eben etwas lauter als bei unserer Abreise. Aber so halten uns auch alle Fußgänger und Radfahrer scheinbar für ein solches Monstergefährt, dass sie ohne sich nach uns umzudrehen teils völlig kopflos in den Busch springen oder radeln, als ginge es um ihr Leben. Wir müssen irgendwie unheimlich Eindruck machen mit unserem lustig blubbernden Auspuff!</p>
<p><strong>Mikumi und Udzungwa</strong></p>
<p>Weiter geht es wieder in die Berge und mit jedem Höhenmeter wird die Luft angenehmer. Wir passieren den Mikumi Nationalpark, durch den – direkt und kostenlos – eine Hauptverkehrsroute führt. Wir können uns kaum vorstellen, dass es hier überhaupt Tiere zu sehen gibt, denn die Straße muss ja unheimlich viel Lärm machen und sie alle vertreiben. Aber dem ist ganz und garnicht so. Schon wenige Kilometer im Parkinnern stehen wir mit dem Busli inmitten von Giraffen und Elefanten und wissen garnicht, wo wir zuerst hinschauen sollen. Weil es schon Abend ist, fragen wir am „Haupteingang“, der sich in der Mitte des Parks befindet ob wir hier am Tor für eine Nacht campen könnten. Klar, sagt man uns: schon für preiswerte 140 US$ könnten wir hier übernachten – in unserem Bus versteht sich! Kein Luxushotel weit uns breit. Wir sollen pro Person 20 US$ Eintritt, 30 US$(!) p.P. für Camping bezahlen und nochmal 40 US$ für das Auto. Allein aus Protest fahren wir in den kommenden Tagen noch 2 Mal kostenlos die 50km durch den Park und zurück – auf der Schnellstraße und mit 20km/h, so! Wir wollen ja die Tiere sehen. Übernachten tun wir gleich hinterm Park ein einer von einem Schweizer geführten Lodge mit wahnsinnig tollem Essen! Sie haben dort schweizer Küche, indisch, chinesisch und lokale tansanische Gerichte. Lecker! Hier verschlafen wir auch unser Silvester. Wir sind einfach zu müde von der Küste, wo wir wegen der Hitze eine Woche nur sehr schlecht geschlafen haben. Geböllert wird hier nicht, so dass wir prima durchschlafen bis morgens um 9.</p>
<p>Bevor wir Tansania verlassen, machen wir noch einen Abstecher in die Udzungwa Berge. Bevor der Wald und die Berge hier in den 90er Jahren vom WWF geschützt wurden, lebten auch noch Menschen in den Wäldern. Der Name Udzungwa leitet sich ab vom Namen für diese Menschen, der soviel heißt wie „die in den Bergen leben“. Heute wohnen hier keine Menschen mehr, lediglich den Frauen aus den umliegenden Dörfern ist es einmal pro Woche erlaubt, im Wald Feuerholz zu sammeln, aber nicht zu schlagen. Außerdem dürfen einige Heiler oder Medizinmänner hier bestimmte Pflanzen sammeln, allerdings auch nur unter Aufsicht eines Rangers.<br />
Wir machen insgesamt 3 Touren im Park – zu Fuß und mit einem Guide. Die längste führt uns zuerst nach oben auf einen 170m hohen Wasserfall und dann noch höher, wo noch 2 weitere Wasserfälle warten. Es ist traumhaft schön, Robert springt sogar mal rein ins Wasser, denn auch hier ist es trotz der Höhe extrem schwül und wir sind komplett durch bis wir da oben angekommen sind. Aber der Ausblick von oben ist wahnsinnig schön! Unterwegs sehen wir auch endlich die uns schon in Äthiopien versprochenen Columbus-Äffchen – schwarz-weiße und rote, die sich hier zufrieden eine einzige Baumart teilen. Denn die einen essen nur die jungen Triebe, die anderen nur ältere Blätter. Außerdem können die einen super hören und riechen, während die anderen besser im Kampf sind. So helfen sie sich also gegenseitig und leben friedlich Seite an Seite. Davon könnten auch die Menschen noch was lernen! Leider sind die Äffchen extrem schüchtern und schnell, so dass uns am dem Tag kein Foto gelingen will.<br />
Auf dem Rückweg werden wir dann zur Belohnung für den harten Aufstieg so richtig nass. Einer der berühmten Kurzregen lässt uns in Sekunden bis auf die Haut nass den rutschigen Lehmpfad wie begossene Pudel runterstiefeln. Gut, dass unten der Bus wartet und wir uns nur schnell umziehen müssen. So ein Haus auf Rädern ist schon was tolles! Notiz für die nächste Reise: Wasserdichte Kamera besorgen &#8211; denn leider war so kein Foto von den Pudeln möglich.</p>
<p><strong>Allgemein</strong></p>
<p>Tansania hat uns wirklich gut gefallen! Das Land hat alles zu bieten, was man sich unter Afrika vorstellt, die Wüste ausgenommen vielleicht. Man kann hier Safari machen, den Kili oder Mt. Meru besteigen, am indischen Ozean entspannen, tauchen oder schnorcheln gehen oder in den vielen Wald- und Bergregionen wandern gehen. Es ist das erste Land für uns, wo man sich vorstellen könnte, auch mal für eine Weile zu leben.</p>
<p>Für den Afrika-Anfänger würden wir Tansania oder auch Kenia als erstes Ziel empfehlen, weil hier auch noch viele Unterkünfte einen recht westlichen Standard haben und trotzdem nicht zu teuer sein müssen. Für uns ist das alles hier der reinste Luxus, aber wir kommen ja auch aus weitaus ärmeren Regionen mit ganz anderen Voraussetzungen. Man kann sich schon vorstellen, dass auch so mancher Zustand in Tansania Einen ganz schön erschrecken kann, wenn man nicht wie wir über den Mittleren Osten und Nordafrika langsam herangeführt wurde.</p>
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		<title>Zuhause beim König der Tiere</title>
		<link>http://www.busli.de/2009/12/zuhause-beim-konig-der-tiere/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 07:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>

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		<description><![CDATA[Namanga, Kenia - Kilometer: 17150 - Wetter: 30°C, sonnig

Nachdem uns Kenia mit der allseits bekannten und gefürchteten Mörder-Strecke empfing und wir am liebsten wieder umgekehrt wären, hatte das Land dann doch Einiges für uns zu bieten – vor allem natürlich unsere erste richtige Safari.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Namanga, Kenia &#8211; Kilometer: 17150 &#8211; Wetter: 30°C, sonnig</strong></em></p>
<p><em>Nachdem uns Kenia mit der allseits bekannten und gefürchteten Mörder-Strecke empfing und wir am liebsten wieder umgekehrt wären, hatte das Land dann doch Einiges für uns zu bieten – vor allem natürlich unsere erste richtige Safari. </em></p>
<p><strong>Von Moyale bis Isiolo</strong></p>
<p>Die 500km von der nördlichen Grenze Kenias in Moyale bis nach Isiolo gelten als schlechteste Straße in ganz Afrika, wir haben schon im Sudan die Gerüchteküche brodeln hören, sind also sehr gespannt – und sollen nicht enttäuscht werden. Zudem gilt die Strecke als gefährlich. Das komme wohl daher, dass es lange nicht geregnet hatte und einige Stämme in der Region daher Reisende überfielen, um an Geld und oder etwas zu Essen zu kommen. Bereits in der kenianischen Botschaft in Khartoum wurden wir darauf hingewiesen. Wir hören auch immer wieder das Wort Konvoi, d.h. die Strecke sei nur mit Begleitschutz in Kolonne zu fahren. Als wir in Moyale nachfragen sagt man uns, wir sollten lediglich erst gegen 7 Uhr los und nicht wie geplant um 6 Uhr, da dann erst die Soldaten starten würden, um sich entlang der Straße zu postieren. Die Strecke wird in letzter Zeit stark überwacht und – um es vorweg zu nehmen – es ist nichts Beunruhigendes passiert.<br />
Was man vom Zustand der Straße allerdings nicht behaupten kann. Robert hat vorgesorgt und die Sandbleche und Ersatzreifen vom Dach ins Auto verfrachtet, damit sie sich nicht lose rütteln und um die Geräuschkulisse zu minimieren. Auf den 2 Mal 260km klappert und schaukelt es dennoch ordentlich während wir mit durchschnittlich 15km/h mal über Lehm (fährt sich gut, ist nur bei Regen sehr ungünstig), Wellblechpiste (das Schlimmste überhaupt, weil es alles am Auto lose rüttelt) und dann alles von Steinchen, spritzen Steinchen über Kiesel bis zu richtig fiesen Brocken (nicht schön für die Reifen) fahren. In den Kies haben LKWs so tiefe Rinnen gefahren, dass es für uns nicht möglich ist, darin zu fahren, so dass wir seitlich oben auf den aufgeschobenen Haufen „balancieren“ müssen. Und dabei hat es entspannte 45°C im Bus, keinen Wind oder Baum weit und breit und strahlenden Sonnenschein. Willkommen im Urlaub!<br />
So kriechen wir also zwei Tage lang jeweils über 10 Stunden über die Piste, sehen immerhin einige Strauße in weiter Entfernung und dann kommt er – der Beginn der Asphaltstraße! Bibi Bloxberg, wir können dir jetzt nachfühlen, wie es ist! (Bibi Bloxberg ist unser Kosename für Susi Boxberg („Köln-Kapstadt“), die mit dem Motorrad 2001/02 im Sudan noch 500km durch Zuckersand fahren musste bis endlich der Asphalt kam.)<br />
40km vor Isiolo machen wir Halt in Archer&#8217;s Post auf dem uns empfohlenen Saburu Women Campsite.</p>
<p><strong>Archer&#8217;s Post und das Samburu-Dorf</strong></p>
<p>Der Campingplatz soll nur von Frauen geführt werden und diese damit finanziell unterstützen. Wir sind daher etwas enttäuscht, als sich sogleich ein Mann als der Manager vorstellt und man die Frauen nur als Arbeitskräfte auf dem Platz sieht.<br />
Dennoch bleiben wir und lassen uns erklären, dass der Campingplatz zu einem Dorf gehört, das gleich nebenan liegt. Das Dorf wird nur von Frauen bewohnt, die alle dem Stamm der Samburu angehören. Als wir das Dorf besichtigen erfahren wir noch mehr: Die Frauen sind alle von der Gesellschaft ausgeschlossen, da sie sich auf die eine oder andere Weise gegen die Regeln gestellt haben. Einige haben sich von ihren Männern getrennt, andere sind vor Zwangsheirat oder Beschneidung geflüchtet. Im Dorf wird jede Frau aufgenommen, die Hilfe oder Schutz braucht. Es wird erzählt, man habe sie außerhalb des Dorfes immer wieder mit Steinen beworfen, weil sie durch ihre jetzige Lebensweise nicht mehr vom Stamm akzeptiert werden. Im Dorf verrichten die Frauen alle Arbeiten &#8211; vom Viehhüten bis zum Hausbau &#8211; alleine, die einzigen Männer, die hinein dürfen, sind die Söhne der Frauen, die sie auch vor Angreifern und Anfeindungen beschützen. Das Dorf hat sogar eine eigene Schule, in die auch die Mädchen des Dorfes gehen dürfen – immer noch keine Selbstverständlichkeit hier. Wir sind berührt von dem Schicksal der Frauen, dem Stolz den sie ausstrahlen und der Freundlichkeit, die sie uns entgegen bringen. Da tut es auch nicht weh, dass der Campingplatz etwas teuer für seinen praktisch nicht vorhandenen Standard ist. Wir geben das Geld den Frauen ja selbst in die Hand. Wann hat man von zuhause aus schon mal die Gelegenheit zu sehen, wohin seine eigene Spende wirklich geht? Geschweige denn, sie persönlich abzugeben.</p>
<p><strong>Am Mount Kenya</strong></p>
<p>Nachdem wir ganz unspektakulär am Morgen den Äquator überquert haben – lediglich ein Schild weist darauf hin und sobald man aussteigt kommen gleich schon wieder 3 Verkäufer auf einen zu und man will schnell wieder weg – fahren wir zum Mount Kenya, dem kleinen Bruder des Kilimanjaro und zweihöchsten Berg Afrikas.<br />
Durch Zufall finden wir nach 3km Urwald-Piste, von der wir nicht genau wissen wo sie endet, die Castle Forest Lodge, geführt von einer Holländerin und somit sehr nach westlichem Standard und nicht ganz billig. Aber für die Kulisse, den Service und die Sauberkeit ist das schon ok. Wir sind ja ganz schlimme Sachen aus dem Sudan und Äthiopien gewohnt, gerade was die sanitären Anlagen angeht, deshalb freuen wir uns besonders über sehr saubere Toiletten und warme Duschen. Jeden Morgen und Abend wird eigens für uns das Wasser heiß gemacht, indem unter dem Wassertank, der in ein kleines Häuschen eingemauert ist, ein Feuer gemacht wird. Das ist nicht nur romantisch, sondern hält das Wasser auch für Stunden warm. Hier in den Bergen heizt sich das Wasser in einem Solar-Tank ja nicht so stark auf wie in der Wüste. Super Idee also!<br />
Wir bleiben 2 Tage bei der Lodge, da wir ein kleines Paradies mitten im Dschungel entdeckt haben. Direkt nebenan verläuft ein Bergbach, der einen nicht weit vom Camp einen kleinen Wasserfall bildet. Dorthin führt ein enger Pfad durch den Urwald. Alles wirkt wie gemalt oder im Märchen! Und es riecht überall genau wie im Tropenhaus im Zoo. Wir gehen wandern – mit einem Guide, da Gefahr von Verlaufen und dem Begegnen wilder Tiere besteht. Es soll Elefanten geben, leider sehen wir keinen, allerdings genug Spuren um es zu glauben, z.B. Elefantenzähne. Am nächsten Tag gehen wir reiten. Ja, reiten! Robert sitzt um ersten Mal auf einem Pferd und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase macht es ihm richtig Spaß. So ziehen wir mit unseren Pferdchen – natürlich wieder inklusive Guide &#8211; schön langsam durch den Dschungel.</p>
<p><strong>Nairobi</strong></p>
<p>Angekommen in Nairobi begeben wir uns sofort in die Jungle Junction, ein Camp, das uns schon seit Kairo als DAS Camp für Überland-Reisende, wie wir es sind, empfohlen wird. Geführt von einem Deutschen hat das Camp auch alles zu bieten, was man erwartet, sogar ein Restaurant und Wäscheservice. Hier kann man der Sicherheit wegen (Nairobi nennt man nicht umsonst auch gern „Nairobbery“) hinter dicken Eisentoren für ein paar Tage Afrika draußen lassen und Urlaub vom Urlaub machen. Wir nutzen diese Chance auch voll und ganz und geben zu, dass wir uns mehrere Tage lediglich in einem Umkreis von maximal 5km um das Camp bewegt haben, meistens nur zum Shopping Center und zurück. Schließlich gibt’s im Camp ja auch kostenlos WLAN, nicht? Naja, und zu VW, wo wir echtes Glück haben: Man hat – nach einer Aktualisierung der Datenbank, weil unser deutsches Modell nicht drin ist &#8211; genau einen für den Bus passenden Luftfilter da. Na, das ist ja super! Gekauft.<br />
Im Camp sind tatsächlich fast ausschließlich andere Langzeit-Reisende, wir treffen auf viele bekannte Gesichter und auch viele neue. Ein Paar ist sogar schon seit 6 Jahren unterwegs! Unglaublich! Andere stellen ihr Auto hier unter und kommen mehrmals im Jahr runter auf Urlaub. Es sind enorm viele Deutsche hier und es gibt schöne deutsche Grillparties mit Nudel- und Kartoffelsalat und allem Drum und Dran.<br />
Aber auch der schönste Deutschland-Urlaub geht mal zu Ende und so brechen wir bald auf, denn wir wollen ja noch die Tiere sehen!</p>
<p><strong>Masai Mara Naturreservat</strong></p>
<p>Wir kommen spät an im Reservat, es ist schon kurz vor der Dämmerung, aber der Einlasser lässt uns durch und sagt uns, wir sollen einmal quer durch&#8217;s Reservat fahren zum anderen Ende nahe der tansanischen Grenze und dort alles regeln, Eintritt und so weiter. Wir finden es erstmal super, dass wir überhaupt mit dem eigenen Auto reindürfen. Aber bevor wir uns darüber erst richtig freuen können, springen auch schon die ersten Gazellen und Zebras vor dem Auto herum. Damit hatten wir so schnell nun wirklich nicht gerechnet! Als Robert dann kurze Zeit später eine Vollbremsung macht (naja, soweit das bei 15km/h nötig ist) und sagt „Da saß grad ein Löwe.“, muss Anne deshalb erstmal lachen „Na klar, ein Löwe!“. Wir setzen ein paar Meter zurück und tatsächlich. Da sitzt direkt neben der Straße im Gras ein Löwe. Eine Sie um genau zu sein. Wir sind fasziniert und versuchen ein Foto, leider ist es schon fast dunkel und der Blitz schreckt das Tier auf. Es läuft los, direkt vor den Bus und als wir langsam hinterherfahren auch ein Stück neben dem Bus her, bleibt dann stehen, lässt uns vorbei und verschwindet dann in der Dunkelheit.<br />
Im Stockdunkeln erreichen wir den Campingplatz auf der anderen Seite und können kaum den Morgen abwarten, denn die Nacht ist so dunkel, dass man die Tiere nicht sieht. Einzig die Warnung des Rangers, nachts besser nicht aus dem Auto zu steigen, lässt ahnen, dass es welche geben muss.<br />
Als wir morgens den Kopf auf dem Auto stecken, wandert am Horizont schon die erste Giraffe entlang. Außerdem laufen einige Sekretärsvögel, große schwarz-weiße Vögel, umher. Da wir gestern so spät dran waren, müssen wir nur den Eintritt für diesen einen Tag zahlen und bekommen sogar Dank des Vorzeigens (zugegeben falscher bzw. abgelaufener, aber pssst!) Studentenausweise 50% Rabatt. Da haben wir also wieder mal was richtig gemacht. Wir können außerdem problemlos mit dem eigenen Auto fahren, nur aussteigen ist nicht erlaubt. Außerdem bekommen wir noch einen Handzettel mit Tipps und Hinweisen, wie man die Tiere am besten beobachtet OHNE sie zu stören. Also z.B. nicht mit Blitzlicht auf ungewarnte Löwen zu schießen, so wie wir gestern. Ups. Aber los geht es mit dem Busli auf Safari!<br />
Den ganzen Tag fahren wir durchs Reservat, unser Garmin GPS hat alle Strecken, auch die kleinen Sandpisten abseits der Hauptstraßen drin, so dass wir problemlos navigieren können. Trotzdem geraten wir in das eine oder andere Matschloch und auch ein paar Fluss-Querungen (ohne Brücken versteht sich) gestalten sich – na sagen wir mal – interessant: „Kommen wir da durch?“ Und dabei sind wir schon halb drin im Schlamassel „Bestimmt!“ ist Robert&#8217;s äußerst optimistische Lieblingsantwort auf alle Lebensfragen. Manchmal ist es schon ganz schön spannend, vor allem angesichts dessen, dass wir ja erst 100m vorher Löwen gesichtet haben und hier warten müssten bis jemand kommt, wenn wir stecken bleiben, da Aussteigen zu gefährlich wäre. Zum Glück haben wir immer Wasser und Essen für mindestens 1 Woche im Bus und die Flüsse führen auch nur wenig Wasser um diese Zeit, sonst hätte es wohl etwas unangenehm werden können.<br />
Was für ein Tag! Wir haben sie alle gesehen: Löwen, Giraffen, Elefanten, Schakale, Büffel, Gnus, Hippos, Gazellen, Schakale, Impalas, Paviane, Vogelstrauß, Warzenschweine&#8230; und sie alle liefen putzmunter kreuz und quer durch das schöne Grasland der Masai Mara und um den Bus herum. Dazu noch die unzähligen Vögel und Schmetterlinge. Und wir dachten, wir müssten uns hier 3-4 Tage auf die Lauer legen, um einen einzigen Elefanten zu sichten!</p>
<p><strong>Allgemein</strong></p>
<p>In Kenia sind wir zunächst erleichtert, das „You, you, you“ (s. Die pawlow&#8217;schen Kinder) hinter uns zu lassen. Die Menschen hier sind auf einen Schlag wieder fast nur freundlich und nur wenig fordernd.</p>
<p>Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich von Wüste (Norden) über  Regenwald (Mt. Kenya) bis zu den Grashügeln (Masai Mara). Das Wetter ist weiterhin sommerlich bei 25-30°C und hin und wieder Regen (im Wald und in Nairobi).</p>
<p>In Kenia ist es wieder sehr touristisch und das merkt man auch an den Preisen. Campingplätze und Lebensmittel werden teuer und auch von den Traum-25 Cent für Benzin in Ägypten sind wir weit entfernt. Aber mit rund 60 Cent ist es immernoch besser als in Europa, oder?<br />
Auch haben wir ernährungstechnisch das Gröbste überstanden. Es gibt wieder Fleisch und Wurst &#8211; die zwei haben uns zwei fleischfressenden Pflanzen wirklich gefehlt – und eine große Auswahl in noch größeren Shopping-Centern. Natürlich nur in den größeren Städten, aber kleinere gut sortierte Supermärkte findet man überall.</p>
<p>Gerne hätten wir auch etwas zur Erinnerung mitgenommen. Der Souvenir-Markt in Kenia ist allerdings etwas&#8230; unübersichlich. Überall findet man Märkte mit „echt vor Ort“ vom jeweiligen Händler „handgefertigten“ Sachen, die man dann aber schnell auch auf jedem anderen Markt im Land wiedererkennt und man merkt, dass es doch Massenware ist. So ergeht es uns mit einem schönen kleinen Hocker, der Anne schon im Samburu-Dorf aufgefallen ist (sollte 700 Schilling kosten, ca. 7 Euro) und den wir dann in einem Masai-Shop im Süden wiedersehen, ganz genau denselben, nur dass er hier schlappe 1500 US-Dollar (!) kosten soll. Er sei sehr alt und daher so teuer. Wir glauben immernoch der Verkäufer wollte uns veräppeln. Wir haben noch ein paar andere Preise abgefragt und es gab alles zwischen 30 und 1500 Dollar, scheinbar aber völlig wahllos zugeordnet. Das war uns dann doch eine Spur zuviel Abzocke, Tourismus-Aufschlag hin oder her.</p>
<p>Wieder hat man viel gehört, Gerüchte über die Strecke im Norden und ihre Gefahren und wieder sind wir gut durchgekommen. Wir sind inzwischen der Ansicht, dass man nicht alles glauben muss, was andere sagen. Jeder hat ein anderes Empfinden und wir verlassen uns nicht mehr auf ein „Da müsst ihr hin!“ oder „Das lasst bloß sein!“ sondern machen uns lieber selbst ein Bild. In diesem Sinne – weiter geht’s nach Tansania zu „Spießer-Weihnachten am Meer“ &#8211; denn das machen ja alle. Aber wir eben zum ersten Mal <img src='http://www.busli.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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